Der Arbeitsplatz einer Eventfotografin: Warum ein Tisch mehr bewirken kann als jede Kamera
Ein Blick hinter die Kulissen der mobilen Fotografie von wildbild Fotoagentur
Seit 1999 ist mein Arbeitsplatz für Eventfotografie in Salzburg mobil. Ziemlich exakt sogar. Damals, während der Weltmeisterschaft in Ramsau am Dachstein, haben wir unseren ersten Laptop zur Bildbearbeitung angeschafft. Die Aufgabe war klar: Bilder mussten vor Ort bearbeitet und sofort verschickt werden, sonst war man im Rennen um Aktualität schlicht nicht konkurrenzfähig. Unser Auftraggeber für Eventfotografie damals: die Salzburger Nachrichten.
Mit diesem Moment veränderte sich mein Arbeitsalltag als Fotografin grundlegend.
Der Ablauf ist bis heute nahezu identisch:
fotografieren → auswählen → bearbeiten → versenden
Alles passiert mobil. Alles passiert am Laptop. Und alles passiert mitten im Eventgeschehen.
Der mobile Arbeitsplatz einer Eventfotografin
Viele Menschen stellen sich Eventfotografie so vor:
Eine Fotografin kommt mit Kamera, läuft durch den Saal, drückt auf den Auslöser und liefert später schöne Bilder.
Die Realität sieht etwas anders aus.
Professionelle Eventfotografie für Unternehmen, Kongresse oder Veranstaltungen bedeutet immer auch:
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mehrere Kameras
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verschiedene Optiken
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Laptop für Bildbearbeitung
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Speichermedien und Backup
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Ladegeräte und Kabel
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Transport- und Schutzsysteme
Kurz gesagt: Ein mobiles Büro.
Damit dieser Workflow funktioniert, brauche ich bei einem Event vor allem eines: einen kleinen Arbeitsplatz.
Warum Eventfotografen einen festen Platz brauchen
Wenn ich zu einer Veranstaltung komme, bin ich in der Regel mindestens 30 Minuten früher vor Ort. Nicht wegen der Fotografie selbst, sondern wegen der Logistik.
Ich suche einen Platz:
Dieser Platz darf allerdings nicht irgendwo im Abseits liegen.
Während einer Veranstaltung arbeite ich parallel:
Gerade bei Kongressen oder Business Events ist es entscheidend, sofort reagieren zu können, wenn der nächste Programmpunkt beginnt.
Ein Arbeitsplatz außerhalb des Saales hilft da wenig.
Der unterschätzte Arbeitsplatz auf Events
Interessanterweise haben viele Veranstaltungen für jede technische Disziplin einen fixen Platz:
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Lichttechnik
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Ton
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Regie
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Video
Nur die Fotografie wird oft vergessen.
Dabei wäre die Lösung simpel:
Den Tisch der Technik verlängern oder einen kleinen Tisch extra aufstellen.
Viele Säle bieten sogar perfekte Plätze:
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hintere Seitenbereiche
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Technikzonen
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Steckdosen in Wandnähe
Für einen Laptop ist eine Steckdose nämlich keine Luxusforderung. Nach mehreren Stunden intensiver Bildbearbeitung verlangt selbst die beste Batterie nach Strom.
Kleine Gesten, große Wirkung
Mein Arbeitstag beginnt deshalb oft mit der Suche nach einem Platz.
Ideal ist:
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ein kleiner Tisch
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ein Stuhl
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Stromanschluss
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Blick in den Saal
Ein Stehtisch klingt zunächst praktisch, wird aber bei langen Veranstaltungen schnell zur sportlichen Herausforderung.
Wenn ein Auftraggeber hier unterstützt, sammelt er übrigens sofort Sympathiepunkte. Ein funktionierender Arbeitsplatz wirkt sich direkt auf die Effizienz der Eventfotografie aus.
Und ganz nebenbei auch auf die Stimmung.
Was ein Fotografentisch nicht ist
Es gibt allerdings ein kleines Missverständnis, das sich auf Veranstaltungen hartnäckig hält.
Der Arbeitsplatz eines Fotografen ist keine Abstellfläche für:
Der Laptop auf diesem Tisch enthält nicht nur aktuelle Bilder, sondern oft auch einen großen Teil des beruflichen Archivs.
Ein Glas Rotwein darüber wäre also… sagen wir: suboptimal.
Eine einfache Faustregel hilft:
Niemand würde sein Weinglas auf den Schreibtisch eines fremden Büros stellen.
Improvisation gehört zur Eventfotografie
Die Realität sieht allerdings oft anders aus als die Broschüren von Kongresszentren.
Nicht selten werde ich zu Beginn eines Events freundlich in einen Backstage-Raum geschickt. Meist irgendwo zwischen Künstlergarderobe und Cateringlager.
Dort wartet manchmal sogar ein leerer Schreibtisch.
Das Problem:
Während einer Veranstaltung bearbeite ich Bilder bereits während der laufenden Programmpunkte, um Zeit zu sparen.
Dafür muss ich mitbekommen:
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wann der nächste Vortrag beginnt
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wann eine Preisverleihung startet
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wann besondere Momente passieren
Zeitpläne existieren zwar. Sie haben jedoch eine erstaunliche Tendenz, mit der Realität nur lose verwandt zu sein.
Eventfotografie im Freien: Die Wetterfrage
Bei Outdoor-Events wird der Arbeitsplatz noch einmal interessanter.
Ein regen- oder schneegeschützter Platz ist dann keine Komfortfrage, sondern schlicht notwendig.
Ja, Fotografen haben Notlösungen dabei.
Zum Beispiel Müllsäcke für extreme Situationen.
Als Infrastruktur zählen sie trotzdem nicht.
Ein kleines Detail hilft enorm: eine einfache Holzpalette.
Darauf bleibt Equipment trocken, selbst wenn rundherum nur Gatsch ist.
Es muss wirklich nicht teuer sein. Nur praktisch.
Ergonomie und Realität im Fotografenalltag
Ergonomische Arbeitsplätze sind in der Eventfotografie eher theoretische Konzepte.
Nach mehr als 25 Jahren mit Laptop, Kamera und schweren Objektiven kennt der Körper allerdings jeden Winkel dieser Realität.
Ein Eventtag bedeutet oft:
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mehrere tausend Fotos
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tausende kleine Mausbewegungen
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Kameraequipment zwischen fünf und fünfzehn Kilogramm
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viele Stunden in gebückter Haltung
Der Körper meldet sich irgendwann zu Wort.
Wie lange kann ein Eventfotograf arbeiten?
Veranstalter buchen verständlicherweise gerne einen Fotografen für möglichst viele Programmpunkte.
Wenn ein Event allerdings um 8 Uhr morgens beginnt und bis Mitternacht dauert, entsteht irgendwann ein logisches Problem:
Fotografieren allein reicht nicht.
Die Bilder müssen auch:
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gesichtet
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ausgewählt
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bearbeitet
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exportiert
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verschickt werden
Und dafür braucht es gelegentlich kurze Pausen im Ablauf. Und ab und zu Essen oder aufs Klo müssen wir auch.
Aber das ist bereits eine andere Geschichte.
Fazit: Gute Eventfotografie beginnt beim Arbeitsplatz
Professionelle Eventfotografie besteht nicht nur aus Kameras und Objektiven.
Sie besteht aus Workflow, Geschwindigkeit und Organisation.
Ein kleiner Arbeitsplatz mit Tisch, Stuhl und Strom kann dabei einen erstaunlich großen Unterschied machen.
Für Veranstalter ist das ein minimaler Aufwand.
Für die Qualität der Bilder ein maximaler Effekt.
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