Pressefotografie unter Zeitdruck: Welche Infos professionelle FotografInnen wirklich brauchen

In der Eventfotografie und Pressefotografie läuft vieles unter Zeitdruck. Vor allem bei CEOs, PolitikerInnen und Presseterminen bleiben oft nur wenige Minuten für professionelle Bilder. Umso wichtiger sind klare Informationen im Vorfeld.

Trotzdem bekomme ich häufig nur:
„Fototermin um 12 Uhr.“

Für hochwertige Businessfotos, Pressefotos oder Social-Media-Content reicht das selten aus.

Michael Walchhofer, Gerd Raspotnig, Andreas Heralic, Sports Selection, Firmen Challenge, Scheckübergabe, 20260520, (c) wildbild

Was ist für ein gutes Briefing wichtig?

Was ich vor einem Shooting wirklich wissen muss:

  • Wie viele Personen werden fotografiert?
  • Wer genau kommt?
  • Wofür werden die Bilder verwendet? Presse, Print, LinkedIn, Instagram, Website?
  • Hochformat oder Querformat?
  • Was ist die Aussage der Presseaussendung?
  • Wo findet das Shooting statt?
  • Indoor oder Outdoor?
  • Wie ist die Lichtsituation?
  • Gibt es andere Fotograf:innen oder Kamerateams?
  • Gibt es Roll-ups, Fotowände, Produkte oder ein Firmenlogo im Bild?
  • Wie viele Motive werden tatsächlich benötigt?
  • Ist der Raum vorher zugänglich?
  • Gibt es einen Plan B bei Regen?

Je genauer diese Fragen beantwortet werden, desto schneller und effizienter kann ich vor Ort arbeiten.

Gerade in der Businessfotografie entscheiden oft Sekunden. Wenn ein CEO offiziell 30 Minuten Zeit hat, bleiben realistisch häufig nur fünf bis zehn Minuten Shootingzeit. Dazwischen wird telefoniert, diskutiert oder spontan ein Meeting eingeschoben.

Bei PolitikerInnen wird die verfügbare Zeit meist noch kürzer. Deshalb bevorzuge ich bei Presseterminen möglichst abgeschlossene Bereiche ohne Publikum oder Laufverkehr.

Interessant ist auch das Gegenteil: Bei EPUs werden oft „2 Fotos in 15 Minuten“ gebucht und daraus entsteht spontan ein einstündiges Content-Shooting mit hunderten Bildern. Deshalb sind klare Zeitrahmen und definierte Leistungen in der professionellen Unternehmensfotografie enorm wichtig.

Auch beim Thema Bildbearbeitung gibt es oft Missverständnisse. „Das macht dann eh die KI“ höre ich mittlerweile oft. Gemeint sind unaufgeräumte Räume, schwierige Hintergründe oder fehlende Vorbereitung.

KI kann vieles unterstützen. Sie ersetzt aber keine gute Planung, kein professionelles Licht und keine authentische Bildsprache. Gute Businessfotografie entsteht idealerweise bereits beim Fotografieren und nicht erst später am Bildschirm.

Gerade bei Personal Branding, Unternehmensfotografie und Social Media merken Menschen heute sehr schnell, ob Bilder echt wirken oder künstlich überbearbeitet wurden. Authentische Pressefotos und glaubwürdige Unternehmensbilder werden deshalb immer wichtiger.

Professionelle Eventfotografie bedeutet heute nicht nur fotografieren. Es bedeutet, Situationen schnell zu analysieren, unter Zeitdruck effizient zu arbeiten und innerhalb weniger Minuten hochwertige Bilder für Presse, Unternehmen und Social Media zu liefern. Wildbild macht das. 

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