Die Checkliste für den Eventfotograf

Eines der Spezialgebiete von wildbild Fotografen ist Eventfotografie. Bei größeren Events bekommen wir im Vorfeld schon eine Checkliste. Was sollte die beinhalten?

Das wichtigste gleich bei der Buchung ist natürlich das Datum samt ungefährer Einsatzzeit und den Einsatzort. Schließlich müssen auch Fahrtzeiten geplant werden. Um zu wissen, mit wievielen Fotografen wir vor Ort sein sollen, brauchen wir auch die ungefähre Personenzahl. Wenn es keine Parallelevents gibt, reicht bis ca 250 Personen ein Fotograf um möglichst auch alle Personen einmal fotografiert zu haben.

Für die exakte Checkliste der Motive ist länger Zeit. Das reicht ein bis zwei Tage vorher, wenn nicht spezielle Accessoires notwendig sind, die der Fotograf besorgen muss. Auch der Dresscode sollte angesprochen werden und bis wann die Bilder in welcher Form verfügbar sein müssen. (Für größere Dateimengen ev. Festplatte besorgen)

Gibt es eine Fotowand, an der am Eingang alle Personen beim Hereinkommen fotografiert werden sollen und hat drinnen unterdessen der Aperitif bereits begonnen, empfiehlt sich für den ersten Zeitraum ein zweiter Fotograf, da ja meist beim Aperitif die wichtigsten Pressefotos gestellt werden.
Hier ist eine genaue Checkliste von Promis wichtig. (Namensliste bitte vorab schicken, damit man sich die ev. nicht ganz so bekannten VIPs vorher noch im Internet ansehen kann). Noch besser ist, wenn bei den PR Fotos jemand dabei ist, der die Leute kennt, und beim Zusammenstellen hilft. (Das ist normalerweise die Aufgabe der PR Verantwortlichen im Betrieb oder der betreuenden Agentur.)

Wichtig ist, dem Fotografen vorab zu erklären, wofür die Bilder gebraucht werden. Ist eine generelle Presseaussendung oder Öffentlichkeitsarbeit geplant? Mit wievielen Bildern? Müssen Medien wie Zeitungen oder Zeitschriften exklusiv bedient werden? Ist eine Social Media Galerie geplant? Wie kommen die Eventteilnehmer zu ihren Bildern? Dient die Reportage nur internen Zwecken? Ist der Gegenstand des Events in irgendeiner Form geheim und darf keinesfalls an die Öffentlichkeit?

Den Besuchern sollte klar sein, dass hier fotografiert und gefilmt wird und die Bilder für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden. (A-Ständer oder ähnliches vorbereiten)

Wenn alles das vorab geklärt ist, bekommt der Fotograf ev. noch eine Checkliste mit den gewünschten Motiven. z.B. Setup ohne Gäste, Location von außen, div. Transparente für Sponsorendeko, Getränke, Essen, Deko, genauer Ablaufplan, ..

Bei längeren Events bitte auch bedenken, dass Fotografen auch mal kurze Pausen und etwas zu Essen und Wasser brauchen. Ebenso brauchen Fotografen für ihren Laptop einen Arbeitsplatz (mit Steckdose), um Stehzeiten zum ersten Bearbeiten oder zumindest zum Sichern ihrer Fotos zu nutzen. Der sollte allerdings immer in der Nähe des Geschehens sein, um nichts zu versäumen.

No-Go s:
„Jeder Besucher muss einmal drauf sein.“
Das kann nicht funktionieren, da es immer Personen gibt, die keinesfalls fotografiert werden wollen und sich bewusst durchschleichen. (ca 10 Prozent)

„.. und fotografieren sie beim Essen alle Tische durch.“
Beim Essen fotografiert ein seriöser Eventfotograf nicht. Letzte Bilder kann man machen, wenn serviert ist. Sobald der Löffel zum Mund geführt wird, ist Ende. (Außer es handelt sich um ein Verkostungsevent od. Ähnliches). Man sollte auch keine Essensreste auf den Tellern haben und erst wieder fotografieren, wenn abserviert ist. Überblicksbilder von runden Tischen sind meist ohnehin aus visuellen Gründen verzichtbar.

 

 

 

Modelshooting für Männer

Wie kommt Mann bei einem Modelshooting gut an? Männerposing will gelernt sein. Für Modekataloge oder Tourismus Fotos oder einfach nur ganz privat für die Freundin – wer würde nicht gerne sein Gehalt mit Modeljobs aufbessern oder seine Liebsten als Geschenk überraschen.

Während sich die Girls schon längst auskennen, in welchen Foren man entdeckt wird, wo die besten Agenturen im Land für Jobs in allen Kategorien sind – manche suchen ja nicht nur nach den Topmodels sondern casten auch Zielgruppen Typen – sind die Boys bei Shootings noch klar unterrepräsentiert.

Tänzer tun sich leichter. Die haben das Brust raus-Bauch rein Prinzip schon verinnerlicht. Den anderen kann man nur raten: Üben, üben und nochmal üben. Was Mädels selbstverständlich von Kindesbeinen an tun – verkleiden, vor dem Spiegel drehen, checken, wie man am besten wirkt, beschränken Männer aufs Notwendigste. Den Blick in den Spiegel beim Rasieren und den stolzen Blick auf ihre Muckis beim Trainieren. Natürliche Posen – Fehlanzeige. Beobachtet euch selbst mal bei Alltagsbewegungen und beobachtet euere Freunde und findet heraus, was im Bild gut kommt. Verucht das dann immer wieder abzurufen.

Die Topfigur ist natürlich Voraussetzung, um am Laufsteg oder in der Modebranche zu punkten. Alle anderen haben immer noch Chancen bei Castingagenturen, die für Film und Fernsehen Nebendarsteller suchen. Und manchmal werden bei Werbekampagnen auch gezielt Typen jenseits der Beautyklischees gesucht.

Wer nur privat schöne Fotos haben möchte, um seine Social Media Profile aufzupeppen ist bei und wildbild Fotografen sowieso immer gut aufgehoben. Business Profilfotos sollten immer von Profifotografen gemacht sein –  je nach Zielgruppe mal legerer oder konservativer.

Hier ein paar Beispiele von Mode bis private Shooting mit Model Michael Djukic:

 

 

Landeswappenverleihung an die Progress

 

Die Progress Außenwerbung darf jetzt auch das Landeswappen tragen. Dazu gab es in feierlichem Rahmen eine Überreichung in der Residenz. Normalerweise sind das ja die Veranstaltungen die an Steifheit nicht zu überbieten sind. Nur: Fred Kendlbacher, der Salzburger Progress GF ist sicher nicht steif. Und so hatte er einige Programmpunkte, die selbst so eine Veranstaltung auflockern. Klar, er tut sich leicht. Große Möblierung mit Ankündigungsplakaten, Citylights und Stehern schon im Residenz-Innenhof. Genug Zeit zum Austausch beim Aperitif. Geniale Musik. Die Salzburger Nockerl bieten experimentelle Volksmusik. Passender geht es für so einen Rahmen nicht. Kurze Reden. Übergabe, ein paar Gruppenbilder (muss sein, bei so einem Anlass und war auch zeitlich als Programmpunkt eingebaut.) Flying Buffet vom Krimpelstätter. Als Give Aways kleine Landeswappen-Litfass-Säulen mit Mozartkugeln. Dauer: 2h inklusive Smalltalk und Buffet. So was nennt man perfekt. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass Fred Kendlbacher sein bestes Hilfiger-Samtsakko angezogen hatte und Prokurist Dominik Sobota sogar im Trachtenanzug kam. So viel Perfektion ist ja schon fast unheimlich.

Gast Video

Orderman Produktpräsentation


 

Die Ordermänner wurden von Eventery in buntes Licht getaucht. Die Präsentation des neuen optimierten Funkkassen Bonierungssystems war ein Erlebnis für alle Sinne. Da macht fotografieren richtig Spaß!

Ein Tag aus der Sicht des wildbild-Doris Laptops


 

9.00 Das Mc Donalds Frühstück gibt es nur wegen mir. Da haben wir gratis WLan und Kaffee. Nur selten Steckdosen. Mein ganzes Leben dreht sich um Steckdosenarbeitsplätze. Pressefotografen müssen ihre Bilder ja immer möglich schnell liefern. Dazu bin ich da. Aber ich brauche auch Saft und zum Schicken eine möglichst schnelle Leitung. Also: Mails checken. Facebooken.

Gestern begann der Arbeitstagum 10.00 erotisch. Im Atemlos im Sterngarten. Die sperren neu auf. Shopfotos. Details. Dass Doris dann die Bilder Gü zum Bearbeiten gegeben hat, werde ich ihr so schnell nicht verzeihen. Dadurch ist mir viel Spass entgangen.
Mich hat sie dann nach Puch-Urstein zum ITG-Forschungssymposium mitgenommen. Der Steckdosenarbeitsplatz war am Boden. Dabei hatten wir vorab gesagt, dass wir bei aktueller Lieferung einen Tisch-Steckdosenarbeitsplatz im Vortragssaal brauchen. Ok, dass wir einen Sessel wollen, haben wir nicht dazu gesagt. Selber schuld. Am Boden arbeiten ist nicht so bequem und dauert bei rund 100 Bildern fast 10 Minuten länger. Wir sind trotzdem auf die Minute fertiggeworden. Und WLan hatten sie auch. Per fb waren wir dauererreichbar.
19.00 Arnulf Rainer im Museum der Moderne. Ein Bild muss aktuell zur Krone. Während der Veranstaltung. Keine Steckdosen. Kein Tisch, kein Sessel weit und breit. Publikumsbetrieb. Für die paar Minuten muss ein Eckerl am Boden reichen. Es zieht. Kein WLan. Dafür geht die Vodafone-Karte gut. Das Bild war sogar 10 min früher in der Redaktion als angekündigt. Motiv nicht ganz nach Wunsch. Arnulf Rainer inszeniert sich selbst und lässt sich nicht inszenieren. Künstler eben.

21.00 Eröffnung des Altstadt-Jazz. Tolle Stimmung. Im Stiegl in der Festungsgasse. Stehtisch und Steckdose beim Licht-Mischpult! Danke Jungs für den Strom! Trotzdem fürchte ich mich. Bierschwenkende tanzende Jugendliche nähern sich meinem Arbeitsplatz. Bitte kein Bier auf meinem Tisch abstellen. Mein Laptopkollege hat seinen Dienst nach einem darübergeschütteten Cola quittiert. Da kann Doris ganz schon ungemütlich werden, wenn ihr wer mit offenen Getränken zu nahe kommt. Es dampft, stampft und ruckelt. Absperrungen sind zwar uncool, wären aber manchmal nicht schlecht. Das dauernde gestoßen werden nervt. Wir müssen aber pünktlich liefern. Um 8.30 am nächsten Morgen will der Kunde (Altstadtmarketing) die Aussendung machen. Gegen 1.00 sind wir mit den Bildern fertig. Auch bearbeitet. Fertig. Schöne Bilder. Einmal darf ich zuhause noch an den Strom. fb checken. Mails checken. Für die morgendlichen Aussendungen alles vorbereiten. Vor 8.00 fange ich nämlich ungern an. Vor allem, wenn wir erst um 2.00 fertig geworden sind.

wildbild im Bike-Paradies


 

Hightech-Drahtesel zum Träumen. Auf der Bike und Trimm in der Brandboxx waren die neuesten Modelle ausgestellt. Günter hat sich in ein Retrobike verliebt. Die werden immer mehr zum Renner. Downsizing nennt er das und sieht darin einen Trend.
Wusstet ihr, dass es Räder ohne Bremse und Gang gibt? Jetzt nicht nur für die Bahnen sondern auch für die Straße. New Yorks Botenfahrer stehen drauf. Dort ist das der Hipe. Bei uns eindeutig verboten.

Meines wären die Mountainbikes. Die werden immer leichter, schriller und damit auch cooler. Froschgrün ist da angesagt oder orange. Leider sind die Preise noch nicht dort, wo ich mein Rad sehen würde. Wir sind uns einig: Gü bekommt sein Retrobike und ich mein Mountainbike. Damit ist klar, was wir beide im Herbst machen. Keinen gemeinsamen Radausflug. ;((

Fotoworkshop für die FH in Wien


 

Ich liebe gutes Licht, Sonneneinfall und helle Glasfronten. Genau diese Liebe habe ich versucht im Fotoworkshop weiterzugeben. Sehen lernen ist es, worum es in der Fotografie im Endeffekt geht. Ich bin von der FH Wien engagiert, um deren ProjektleiterInnen fotografieren zu lernen. In einem Tag. Lauter Anfänger.

Was ich in einem Tag vermitteln kann, ist der Blick für perfekte Verhältnisse. Ich kann denen anders sehen lernen. Ein paar Grundbegriffe der Fotografie und ein paar Tricks gibt es natürlich auch. Dass man auf Hintergrundlinien achten muss, die keinesfalls durch Augen oder hals laufen sollen, welche Ausschnitte man machen kann, welche Bildaufteilung Spannung bringt und dass man fürs erste mal versucht, auf Höhe des Motivs zu fotografieren. Also bei Kinderfotos in die Knie gehen! Wenn der Interviewpartner sitzt – zum Fotografieren auch hinsetzen. Friss mich Sessel vermeiden (die typischen Chefsesseln). …
Das wichtigste ist aber, dass man perfekte Verhältnisse schafft und da reicht schon mal, dass man sein Motiv einfach von der anderen Seite betrachtet. Weiches Licht von vorne ist eines der Geheimnisse perfekter Fotos – und Mischlicht meiden.
gegen Ende des Tages hatten die TeilnehmerInnen schon ganz passable Bilder gemacht. Und mir hat es Spass gemacht, meine Leidenschaft zu vermitteln und kreative Ideen einzubringen, wie man mehr Leben in Jahresberichte und Pressefotos bringt.