Schaumi Show als Medienauflauf


 

Einerseits Kopfschütteln, andererseits die perfekte Medieninszenierung. Mario-Max weiß, wie man die Weltpresse vor seiner Haustür versammelt. Unterhosenshow im Festspielbezirk. Dazu Anna Ermakova (Boris beckers Samenraub) als Testimonial. Sie wird beinhart von Termin zu Termin mitgenommen. Alles natürlich ganz privat. Vierstündige Oper (2 Pausen), nachmittags die große Schaumi-Modeshow in seinem Stammhaus in der Gstättengasse. (Sweater, Shirts und Dessous bis hin zum Hundeshirt). Genial inszeniert. Nicht einmal auf die Königspudel wurde vergessen. Dieses Stück hatte das Festspieldirektorium in seinem Plan nicht vorgesehen. Zumal Klein-Anna morgen die Schlagzeilen dominieren wird. Persönlich habe ich was gegen solches zur Schau stellen, vor allem wenn Kinder dabei sind. Wenn wer die Rampensau-Mentalität teilt, ist das ok und wenn wir alle uns wirtschaftlich zwingen lassen hinzugehen sind wir ja auch selber schuld. Und außerdem gilt: Ganz Salzburg ist jetzt Bühne. Nur ob Klein Anna das auch weiß? An Mario-Max: Große Show. Ich brauche nur noch ein bisserl Zeit, bis ich weiß, was ich darüber denken soll.

Erster Salzburger Festspieltag von Wildbild


 

Zeitweise war es ganz schön eng, wenn sich portugiesische Kamerateams mit uns und den deutschen Kollegen um die besten Bilder gekämpft haben. Beim Festakt zur Festspieleröffnung dürfte dem Securityteam rund um den portugiesischen Staatspräsidenten nicht ganz wohl gewesen sein. Unsere Chefs wie Heinz Fischer und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller sahen das lockerer. Die kennen das ja schon. Alle dürfen fotografieren. Wer ein Bild braucht soll sich eines erkämpfen. Und das tun wir jetzt täglich. Harte Zeiten für Fotografen.

Der Glamour wurde trotz Krise nicht ganz abgeschafft. Societyladies wie Renate Giaccomuzzi-Hirsch führen trotzdem noch ihre großen Roben aus und auch Fixi-Foxi-Verlegerin Alexandra Kauka fährt standesgemäß in der Limo vor.
Katja Burkhard und Hans Mahr haben Salzburg Urlaub eingelegt und sind mit ihren Kindern da. Die Familie haben auch Bühnenstars wie Ben Becker (übrigens ich bin Ben Becker Fan. Der ist so cool. Obwohl er bei der Autogrammstunde Kollegin Alex ziemlich angemotzt hat. War das nur gespielt? ) und Michael Schade („Das Dirndl meiner Kleinen ist ganz neu. Von Stassny“) mitgebracht.
Sehen und Gesehenwerden zählt. Einer der sich mit den Medien gerne spielt ist Mario-Max jetzt noch echterer Schaumburg-Lippe, da ja seine Mutter einen echten Schaumburg Lippe geheiratet hat. Mario-Max macht jetzt auch eigene Unterhosen und Shirts mit Wappen und als Medienprofi weiß er, wie man sich mediale Aufmerksamkeit sichert. Man holt einen Yellow-Press Star. Diesmal: Angela und Anna Ermakova. (Die Samenraubgeschichte von Boris Becker). Das Kind durfte um 14 Uhr im Tomaselli noch in Ruhe frühstücken, dann ging´s zum Industriellenvereinigungs- Empfang und den ersten Bildern. Seine Aussendung, dass das ein Privatbesuch ist, sei der Vollständigkeit halber erwähnt, die kam aber erst am nächsten Tag. Klein Anna durfte oder musste in die Premiere von Theodora. Dass sie die meistfotografierte des Abends war, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Heute eröffnet Mario-Max übrigens seinen neuen Shop in der Gstättengasse. Dort heißt es jetzt Palais Schaumburg.
Bei soviel Klatschpotential ging Thomas Gottschalk mit seiner Thea fast unter. Sie wohnen im Hirschen – wie immer – und abends gingen sie mit Freunden privat ins Pan e Vin.
Gloria von Thurn und Taxis ging zum Audi Empfang, der heuer in Zeichen der neuen Sparsamkeit ohne Medienpräsenz über die Bühne ging. Die Künstler der Theodora waren die Stargäste.
Die Auffahrt der Theodora wurde natürlich auch von ein paar Demogruppen missbraucht. Die Polizei sah da aber generös darüber hinweg. „Solange sie nur dortstehen.“

Heute nachmittag folgt er nächste Akt im Kampf ums beste Bild:
Die Jedermannpremiere ist bei hoffentlich bestem Wetter am Domplatz und die große Frage, die sich die Yellow Press stellt: Kommt Boris Becker heute schon und trifft er auf seine Tochter Anna? Und warum sehen sich ben Becker und Boris Becker ein bisschen ähnlich?
Fortsetzung folgt….

Trachtensommerkollektionen 2010

 

Mondän zeigte sich die Location Steinterrasse dank Wetterglück bei der Präsentation der Sommerkollektionen anlässlich der Tracht & Country Modemesse. Luis Trenker, Meindl, Schneiders, Steinbock, Wallmann, Mellmax, Sportalm und Mothwurf nutzten die Stimmung , um ein perfektes Statement für österreichische Mode abzugeben. Wildbild war mit Web Videos und Fotos in Salzburg dabei. Die neue Mode: Doch recht konservativ. Neu interpretiert, authentisch, besondere Details. Keine Risiken für die Kollektion 2010. Heute geht die Fachmesse in der Brandboxx weiter.

Wildbild bei der Jedermann Fotoprobe


 

Gespannt waren wir wildbild-Fotografinnen am Domplatz auf der Jedermann-Bühne, wie Tod und Teufel aussehen, denn die sind ja neu. Ben Becker und Peter Jordan sind sensationell. Bühnenbildnerin Marlene Poley hat mit ihrem Team geniale Arbeit geleistet. Vor allem die Kontaktlinsen, die beide tragen sind furchterregend. Endlich war es einmal keine Wetterzitterpartie. Dafür standen Peter Simonischek schon nach der ersten halben Stunde die Schweißperlen auf der Stirn und sein Hemd war so durchgeschwitzt, dass keine Retusche das hinkriegt. Ein Wahnsinn, wie er nonstop auf der Bühne die Hitzeschlacht überlebt und dann noch tanzt und springt und nicht in die Gräben fällt, die in die sich die Bühne im letzten viertel des Stückes teilt. Für Fotografen ist die Jedermann Probe ideal zum Arbeiten. Denn ausnahmsweise ist hier wirklich genug Platz für alle. Dass danach Tod und Teufel sogar noch für Fotos zusammenstanden ist auch neu. Danke ihr beiden!

Judith – Künstlergespräch mit offener Probe


 

Eine Festspielprobe nur für starke Nerven. Auf der Pernerinsel rollen die Köpfe. Drei Frauen gießen aus einer Kunstmasse Schädel. Die werden in einer anschließenden Szene mit einem Vorschlaghammer zertrümmert. Der tiefere Sinn: Rache an ihrem Peiniger. So hab ich das zumindest interpretiert. Action für schwarze Seelen. Da tut sich was. Diskutieren können wir später. Judith steht für das Volk. Für Aufstand. Ich glaube mir gefällt das Stück, auch wenn man die Einzelheiten erst im Gesamten verstehen wird. (gü)

Wildbild beim Pre-Festspieldinner in St.Peter


 

Zum Start in die Festspielsaison luden Veronika Kirchmair und Claus Haslauer zu einem genussvollen und anregenden Sommerabend in den Innenhof des Stiftskellers St. Peter. Wildbild war fotografisch dabei. Natürlich waren die Salzburger Festspiele Gesprächsthema Nummer eins. Ist nicht zuletzt auch der Stiftskeller in St. Peter eine der Lieblingslocations der Stars, wenn es um Premierenfeiern und gemütliche Zusammenkünfte geht. Das wissen natürlich auch Festspielgäste zu schätzen. Was die Reichen und Schönen dann aufgetischt bekommen, davon gab es vorab eine Kostprobe: Duett vom Saibling und Alpenlachs, Tomatenconsomme, Gänseleber auf Apfel-Prosecco Risotto, Kalbsfilet im Kräutermantel.

Der Einladung folgten unter anderem Brigitte Karner mit ihrem Jedermann Peter Simonischek, der direkt von der Probe am angrenzenden Domplatz kam, Suzanne Harf (Protokoll-Chefin der Salzburger Festspiele), Ursula Thurner (belle fleur cosmetic), Sportmanager Edi Federer, Maria Plentner (Neo-Geschäftsführerin des neuen Windsor Monostores Salzburg) und Sybille Moldan (Fine Jewellery). (gü)

Tod und Teufel im Gespräch


 

Ben Becker will als Tod auf der Bühne nicht missionieren, sondern sieht sich als Schauspieler. Respekt vor der Kulisse ist ihm, der sonst extrem cool rüberkommt trotzdem anzumerken. Nach der PK ging er Fritattensuppe essen.
Peter Jordan, der den Teufel spielt, ist schon Salzburgprofi. Jetzt hat er es geschafft, nicht nur das Schauspielerleben auf der Pernerinsel sondern auch in der Stadt zu genießen.

Festspielintendanz 2012


 

„Salzburg ist ein Ort der Erneuerung“, das will Alexander Pereira der designierte Intendant der Salzburger Festspiele 2012 nicht aus den Augen verlieren und auch Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf will neue Texter verpflichten. Klar ist dennoch auch: Salzburg muss seine Stärken verstärken. Das heißt: Mehr Mozart, auch mehr Richard Strauss. Presseprofis sind die beiden in jedem Fall. Flexiblel wurde auf unsere Wünsche, wie zuerst die Fotos auf der Terrasse, dann erst Beginn der PK, eingegangen. Und lustige Motive schenkten uns die beiden auch. 2012 wird in jedem Fall spannend.

Festspiel-Probenbetrieb gleicht Kasernendrill


 

Den Festspielstars wird nichts geschenkt. Dass die Proben harte Arbeit sind, wurde beim Besuch der Probebühne im Lehrbauhof deutlich. Das Händel Oratorium Theodora steht am Plan. Das Ambiente versprüht den Charme einer alten Turnhalle. Bänder am Boden markieren den Bühnenrand. Hier ist wenig vom Glanz und Glamour der Festspiele zu spüren. Der Umgangston von Regisseur Christof Loy erinnert an Kasernendrill und auch den Fotografen wird unmissverständlich klar gemacht: Wer den zugewiesenen Platz übertritt, fliegt raus. Konzentration ist das oberste Gebot. Stundenlang. Dazwischen nur eine kurze Pause. Christine Schäfer hat noch nicht gefrühstückt und nutzt die erste Pause. Interview: Fehlanzeige. „Ich kann dazu noch nichts sagen. Dazu laufen die Proben erst zu kurz.“ Es geht um die Zerissenheit auf der Suche nach Lust und Liebe. Johannes Martin Kränzle soll richtig zupacken. Das klingt jetzt schon nach blauen Flecken.

Die Neuinszenierung wird sicher eines der Festspiel-Highlights. Soviel steht jetzt schon fest.

Wildbild im Festspielklick: Vorspiel

Festberichterstattung in einer Stunde

Ein persönlicher Blick der Salzburger Fotografin Doris Wild von Wildbild.at auf die Salzburger Festspielsociety

Das Künstlerfest der Salzburger Festspiele beim Krimpelstätter hat Tradition. Es ist ein Welcome für die Schauspieler und Sänger. Genau eine Stunde lang waren auch Fotografen und Journalisten zugelassen.
Societyberichterstattung in einer Stunde. Das hat Vorteile: Ich kann die Wäsche vorher in die Waschmaschine geben und wenn ich heimkomme ist sie fertig. Dann kann sie gleich weiter in den Trockner.
Aber es hat auch Nachteile: Sensibles Kennenlernen der Künstler und ihrer Eigenheiten ist so nicht möglich. Ehrliche Blicke hinter die Kulissen der Festspiele natürlich auch nicht.


 

Medienprofis wie Michael Schade wissen was zählt: „Ich komme gerade aus Toronto, morgen kommt meine Familie nach“ erzählt er im ersten Satz und im zweiten: „Das Young Singers Project wird es auch heuer wieder geben.“ Diesmal ohne glamourösen Sponsor. Zwei Sätze, zwei Fakten. Da kann man vom einfachen Sager bis zur Story alles daraus machen.
Joseph Kaiser, ebenfalls Kanadier und Tenor, ist auch einer der Unkomplizierten. Er darf heuer das Fassl beim Krimplstätter anschlagen. Bisher Michael Schades Spezialdisziplin. Doch der überlässt den Hammer gnädig seinem Landsmann. Die Presseabteilung hat es so entschieden. Wirt Hannes Bachmann erklärt Joseph kurz wie das geht und der macht es perfekt. Harter Schlag, Spritzer bis in alle Kameras und dann gemeinsames Prosten mit dem Intendanten und so lange Posieren bis auch der letzte Fotograf alles im Kasten hat.

Christine Schäfer kommt mit dem Rad – auch ein Bild . Sie lächelt nur ungern in die Kamera. Wenn ich aber daran denke, wie lange ich für ein Abschussbild im Vorjahr gewartet habe, bin ich um jeden Schnappschuss dankbar und nutze die Gelegenheit. Schäfermotive sind selten. Dank Schäfers Smalltalk mit Suzanne Harf bekommen wir doch noch ein paar private Details mit. Salzburg wird von Schäfer auch genutzt, um mit ihren zwei Kindern Ausflüge zu unternehmen. Naja, immerhin.
Kurz bevor unsere erlaubte Anwesenheitszeit abläuft, noch ein letzter Höhepunkt. Ben Becker, der neue Tod im Jedermann kommt. Ich drücke gleich mal vorsichtshalber ab. Da spricht er mich an. „So geht das nicht. Wer sind sie?“ Mich wundert, dass ihn das interessiert. Wir sind Fotomeute, die sein Bild in die Welt transportiert. Das läuft doch überall gleich. Persönliche Beziehungen zu den Stars gibt es kaum noch und wenn dann nur nach längerem täglichen Sehen. Brav stelle ich mich vor. „Doris Wild, Fotografin.“
Nach ein paar Sekunden Durchschnaufen stellt er sich zum Motiv mit Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Schauspielchef Thomas Oberender. Nicht ganz nach Wunsch, denn wir hätten die Party gerne mit Bierkrügen symbolisiert. Diskussionen darüber sind zwecklos, denn der Zeiger der Uhr tickt. Wir müssen raus. Keine weiteren Fragen. Für Interviews ist keine Zeit, für Smalltalk sowieso nicht. Schließlich will man sich nicht das Pulver für eine erste Vorstell-Pressekonferenz verschießen. Die Medienshow ist schließlich Teil der Gesamtdramaturgie in dem Stück das Salzburger Festspiele 2009 heißt. Und zuhause wartet ohnehin die Wäsche und will in den Trockner umgeräumt werden.