Salzburger Festspiele Tag 6

Ich war nur vormittags im Festspielbezirk. Und das obwohl Gottschalk in der Stadt war. Er wurde bei Rieger Fashion gesehen, sogar ein Foto mit den Verkäuferinnen gibt es auf facebook. Wo er abends hingeht, wissen wir nicht. Ich tippe auf Pernerinsel. Fahre aber nicht hin. Die Chance, damit etwas zu verdienen ist zu gering.
Der Montblanc Boutiquenempfang von Fotokollege Johannes Ifkovits, der das Buch Die Oper kocht mit seiner Evelyn Rillé herausgegeben hat, lud gemeinsam mit Montblanc zur Signierstunde. René Pape und Mojca Erdmann kamen. Und schrieben auch einen Spruch auf den Montblanc Charitybaum, der zugunsten der Unicef versteigert werden soll. Die beiden sind übrigens wirklich liebe und unkomplizierte Stars. Und sooooo geduldig uns Fotografen gegenüber. Danke an euch beide!!!

Dann kurz zum Steirerfest mit Peter Simonischek. Steirer Schmankerl im K&K für die Zuagroasten. Das übliche. Smalltalk unter Freunden. Karl Heinz Leitner, Ursula Wirth, Marlies Muhr, Heinz Schaden, Erich Marx, Michael Wanger, Gundi Reibersdorfer, … alles Steirer.

Entspannung beim Strassenfest in Flachau

Es ist eine andere Welt hier in Flachau. Hier fühlt man das Wort Urlaub. So wie ich es aus meinen Kindertagen kenne. Fernab vom Stress der Salzburger Festspiele. Ein bunter Mix an Urlaubsgästen, die einfach nur Spaß haben. Funsport beim Straßenfest. Familienurlaub. Grill- und Barbecue Stationen. Cocktails an den Straßenbars. Bag Jump ist die neue Attraktion. Aus 10 bis 15 Metern Höhe kann man sich auf ein Luftkissen fallen lassen. Supercool. Beim Tauernhof sind die fixen Einrichtungen die Ramps, die Kletterwand, der Skate- und Bikeverleih in Betrieb. Nächsten Mittwoch, den 4. August 2010 ist wieder Straßenfest. Ideal für Kurztrips von Salzburg aus. Man ist nach wenigen Stunden erholt.

Erstes Festspielresümee nach vier Tagen

Nein, ich will mal nicht jammern. Es war heuer besser als sonst. Kaum Gedränge. Brave Fotografen-Linien. Woran das lag? Es waren kaum Promis da. Doch von vorne: Die Entzerrung des Gesamtprogramms zu Beginn hat den Vorteil, dass man wirklich überall hingehen kann und auch mehr Platz für die Geschichten in den Zeitungen hat. Start war das Fest zur Festspieleröffnung. Einfach toll. Davon braucht Salzburg mehr. Festspiele für alle.

Der erste Jedermann vor der Eröffnung. Warum nicht? 20.30 ist allerdings eine zu späte Beginnzeit. Fernsehübertragungszeiten hin oder her – wenn der Premierenbieranstich erst um 0.30 anfängt, ist das einfach mühsam. Für die Veranstalter hat es den Vorteil, dass die Fotografen freiwillig nicht länger bleiben wollen. Schließlich muss ja auch alles noch aufgearbeitet werden.
Ankunft in den Kutschen. Schön. Aber eben nur halb so toll in schwarzer Nacht. Draußen auf der Straße die Interviews und der erste Fotocall. Gedränge. Stärker sogar als beim Schlussapplaus, bei dem peinlicherweise die Kameras wieder mehr auf die Zuseher in den Reihen (Prinz Constantijn, Siegfried (ohne weißen Tiger) und Niki Lauda gerichtet waren, der weil die Künstler sich verbeugten. Diese Inszenierung müssen wir unsererseits noch verbessern. Wird aber nicht gelingen. Wir sind nun mal so.
Da helfen nur rigorose Verbote.

Tag 2 dann die Eröffnung des Welttheaters 2010. Üblicher Begrüßungseinmarsch. Viele Fotografen. Wenig Gedränge. Grund siehe Tag1. Wegen der österreichischen Politikerriege schlägt sich keiner.
Abends Ödipus Premiere auf der Pernerinsel. Alle wollen Brandauer. Den kriegen wir auch, verspricht Pressechefin UK. Die Promiriege wie am Vortag. Jedermänner mit Familie. (Simonischek und Ofczarek). Leider waren die nicht gemeinsam auf ein Bild zu bekommen, was auch daran lag, dass sie nie im gleichen Umfeld waren. Gesucht haben sich die beiden jedenfalls nicht. Otto Schenk, Katja Burkhard und Hans Mahr, Vranitzkys, Franz Welser-Möst, und die Kulturministerin. Es ist kalt auf der Pernerinsel. Wer die Sommernacht im Innenhof genießen will, muss warm angezogen sein. Wir warten weiter auf Brandauer. UK verspricht uns die Schauspieler zusammenzustellen, wenn wir auf einer angesagten Linie vor dem Partyzelt stehenbleiben. Wir bleiben mal stehen. Drinnen sehen wir Brandauer. Die Linie rutscht von Sekunde zu Sekunde ins Zeltinnere. Wir blitzen mal los. Auf Brandauer. Der schnappt sich die Minichmayr fürs Bild. Gutes Foto. Weiter so. Doch da ist auch schon wieder Ende. Ein offizielles noch mit Thomas Oberender. Und die anderen Schauspieler? Es ist wieder nach Mitternacht. Wir sind müde und müssen ja noch Bilder bearbeiten. Also keine anderen Schauspieler. Kennt eh keiner. Ich weiß. Wir Kunst- und Kulturbanausen. Aber Interesse wird auch durch Societyfotos geschürt. Auch Interesse am Theater verkauft man durch Geschichten. Keine Geschichte. Kein Theater. Wir sind brav und machen kein Theater. Ödipus wird keine Societygeschichte. Minichmayr und Brandauer. Was sollen wir daraus machen, fragen die schreibenden Kollegen. Bin gespannt, wie sie die Kurve zu Ödipus kriegen.

Tag 3: Montblanc Special. Der Hollywoodstar. Val Kilmer. Iceman. Star aus Top Gun. Zum Pre Cocktail im Goldenen Hirsch kommt er 20 Minuten vor Premierenbeginn. 2 Interviews, wenige Fotos und dann schnell ins Republic zur Young Directors Premiere Innenschau. Zu schnell für PR Lady Brigitte Gauss, die neben der VIP Limousine in Stöckelpantöffelchen läuft. Sie ist für die Gesamtorganisation verantwortlich. Dass ihre Limo beim Poller durchkommt, dafür hat sie gesorgt. Vergisst aber in der Hektik, dass der Poller gleich wieder hochkommt und stürzt über den Poller drüber. Erstes Fußgängeropfer. Blutiges Knie.
Die Fotografen warten bereits vor dem Republic. Obersaaldiener Hannes (muss mal seine Funktionsbezeichnung checken), der für das gute Benehmen von uns Fotografen zuständig ist (und seit Jahren den härtesten und wahrscheinlich besten Job macht) hat die Lage im Griff. Eva und Adele bleiben sowieso stehen, Simonischek auch. Wieder einmal: Fast entspanntes Arbeiten. Nur Holoywoodstar Val Kilmer geht zügig ohne Stehenzubleiben durch.
Bei der anschließenden Premierenfeier in der Villa Kast bei Thaddaeus Ropac glänzt er durch Abwesenheit. Wir müssen draußen bleiben. Alle. Fotos am Teppich davor. Da ist Platz. Die Promis bleiben stehen. Funktioniert ja.

Früher war das anders. Da durften wir dabei sein. Berichten. Nicht nur Statements sammeln. Großteils vorgefertigt. Da waren wir aber nur 3 Societyfotografen und nicht 30. Und ein Kamerateam und nicht 7. Und dann waren da auch noch Promis. Richtige Promis. Was soll´s. Ist Geschichte. Zu sehen im Museum bei der 90 Jahre Ausstellung.
Junk zollt auch hier Tribut. Media Junk Food.

ISA Gala auf Schloss Leopoldskron

The same procedure as every year. Deutsch-österreichische Freundschaft wird auf Schloss Leopoldskron zelebriert. Freilich auf wirtschaftlich hohem Level. Reinhold Würth (steht immerhin auf Platz 8 der reichsten Deutschen, Forbes schätzt ihn auf 5,3 Milliarden Dollar) ist ein sehr netter ziemlich unkomlizierter Gesprächspartner. Wolfgang Porsche kennt man seit Jahren in Salzburg. Renate Thyssen-Henne, die Mutter der Begum ebenfalls. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind Salzburg Liebhaber und haben ihre Wohnsitze teilweise hierher verlegt. Helga und Erich Kellerhals sind ja mittlerweile als Gastgeber des Schmederer bekannt. Sie sind die Mediamarkt Gründer. Dazwischen Salzburger Freunde: Wilfried Haslauer als Gastgeber und ISA Präsident. Brigitta Pallauf als Organisatorin und Generalsekretärin der ISA. (heuer ganz in schwarz, da die Zeit zum Kleiderkauf nicht mehr reichte. Das Kleid, das sie wollte hatte Haslauer Begleiterin Christina Rösslhuber schon gekauft.)

Wiener Freunde wie Walter Rothensteiner (Raiffeisen General), Pianist Rudolf Buchbinder, Elisabeth Gürtler oder Karl Heinz Essl (Baumax) kompletierten die Freundesriege. Maria Elisabeth Schaeffler kam stilecht im grünen Dirndl.
Festspielprotokollchefin Suzanne Harf brachte die Künstler mit: Mojca Erdmann, Piotr Beczala (gilt als der neue Startenor) oder Russell Davis vertraten die Festspiele. Präsidentin Helga Rabl-Stadler startete ihren Partymarathon mit der Diva Gala und stieß erst später zur ISA. Nach Kunstgenuss mit Young Singers aus Russland tafelte man im Marmorsaal Kalbsbackerl und Schokonachspeise ala Jedermann.

Fürstin Mannis Erziehungsmethoden für Thomas Gottschalk und Ben Becker

Fürstin Manni hat heute ihr neues Buch präsentiert. Fotografische Zeitgeschichte ihrer Gartenparties. Unglaublich, wer aller bei ihr zu Gast war. Ich übrigens auch das eine oder andere Mal. War jedenfalls immer beeindruckend. Mannifeste heißt ihr Buch. Super Titel. Stammgäste wie Thomas Gottschalk, Gunter Sachs, Thaddaeus Ropac und Helga Rabl-Stadler waren bei der Präsentation dabei. Ebenso wie Gastjüngling Ben Becker. Der ist dafür ein wirklich guter Gastfreund. Bleibt ewig. Manni: „Wir sind die halbe Nacht im Zelt gesessen.“ Thaddaeus Ropac brachte Mannis Verdienste auf den Punkt. Sie hat die Salonkultur hochgehalten. Das mit den großen Gartenparties jetzt Schluss sein soll, will keiner glauben und auch Manni selbst bereut schon „nie wieder“ gesagt zu haben. Doch mit 90 Jahren darf sie als Gastgeberin in Pension gehen. Nur will sie jetzt in kleineren Kreisen feiern und nicht immer sonntags. „Es kann ja auch einmal eine nette Runde am Mittwoch zusammenkommen.“
Die Veranstaltung selbst lief für uns Fotografen super. Gute Bilder. Nette Runde. Nur dass Thommy 80 Prozent der Zeit die Sonnenbrille aufbehielt, war ärgerlich. Hat er wirklich einen Brillensponsor? Helga Rabl-Stadler jedenfalls testete die Gartentauglichkeit ihrer Prada-Pumps und blieb gleich mal stecken. Ben Becker ist seit dem Vorjahr bei uns total dem Trachtenvirus verfallen. „Bei mir könntest schon ein Hemd drunterziehen“, war Fürstin Mannis Mahnung an Ben Beckers nackte Oberarme. Manieren hat sie ja auch schon Thomas Gottschalk beigebracht. „Vor dem Essen die Hände waschen.“

Pre Parties bei den Festpielen: 90 Jahre Vernissage und Künstlerfest beim Krimplstätter

Noch ist alles recht entspannt. Die Salzburger Festspiele im Vorspiel. Die wildbild Fotografen berichten auch heuer von der ersten Minute an. Nur noch nicht Vollgas. Das liegt auch am mangelnden Ehrgeiz, sich jetzt schon zu verausgaben. Dabei wäre es jetzt viel einfacher zu guten Bildern von Schauspielern und Direktorium zu kommen. Jürgen Flimm hatte seinen 69er im Rahmen der Festspielvernissage zum 90 Jahr Jubiläum mitgefeiert bekommen. Die Freunde der Festspiele hatten das Geburtstagsständchen samt Torte initiiert. Nette Geschichte. Hätte ich fast vergessen, dabei ist ja Flimms Geburtstag ein Fixpunkt im Pre-Festpiel-Geschehen.
Zum Künstlerfest sind wir heuer offiziell eingeladen zu berichten. 30 Minuten haben wir laut schriftlicher Einladung. Die Jedermanntruppe kommt aber erst nach unserer Fotogenehmigung erfahren wir. Lange Gesichter fürs erste. Was sollen wir dann bringen? Ist ja keiner da, den wir kennen. Bis auf ein paar. Flimm (hatten wir beim Geburtstag, ist damit für die nächsten beiden Tage kein Bild). Doch da kommt Peter Stein, Marjana Lipovsek und Mojca Erdmann. Die kennen wir. Bei den neuen im Festspielteam stellt sich schnell heraus: Der Tierbändiger in Lulu, Thomas Johannes Mayer eignet sich auch für die Societyführungsrolle. Mit Lederhose und Leinensakko hat er sich selbst als Fasslanschläger ins Spiel gebracht. Wer so stilecht kommt, dem gebührt die Krimpelstätter-Bühne. „Spritzen muss sein“, weiß er und haut ordentlich drauf. Eva Maria Westbroek singt in Elektra und hat ihren Hund Ruby dabei. Damit fällt man auf. Gut fürs Bild. Nur die Stars, die die Vorjahre prägten, sind weg: Simonischek oder Michael Schade (hat aus persönlichen Gründen Salzburg abgesagt) fehlen auf der Societybühne. Jetzt ist Platz für Neue. Wer will ?? Wir haben nicht viel Zeit, uns zu orientieren, aber doch länger, als ursprünglich angedroht. Aus den 30 Minuten wird über eine Stunde. Selbst Pressechefin UK muss zugeben. „Ihr wart ja heute gar nicht so schlimm.“ Klar. Da haben auch ein paar gefehlt. Vor allem die deutschen Kollegen.

Peruanische Küche

Ich und kochen. Das passt gar nicht. Günter liebt kochen, also ist normalerweise auch das alles sein fotografischer Job. Nur hatte er diesmal keine Zeit und ich musste ran. Peruanisch Kochen war angesagt. Ein Preevent zum Kochkurs der im Herbst in der Volkshochschule Salzburg startet. Monica Ladinig, Österreicherin aus Peru, unterrichtet Peruanische Küche. Peru sei ein Multikulti Land, erzählte sie uns und so sei auch die Gastronomie ein Mix aus den Migranten Einflüssen. Lima wird als die Hauptstadt der lateinamerikanischen Nouvelle Cousine gesehen.

Monica lud eine ebenso multikulturelle Truppe zum Kochkurs.
Causa rellena con Atún stand als Vorspeise am Plan. Eine gefüllte Püreetorte mit Thunfisch und Avocado und Gemüse, die man kalt isst.
Ins Püree kommen auch Limetten, gelbe Chili (aus Peru)-Paste, Salz, Pfeffer und Öl.
Die Fülle besteht aus Avocado und Thunfisch (mit Joghurtmayonaise) oder wahlweise auch mit Gemüsemayonaise mit Roten Rüben. Zur Deko kann man Gemüse und Blattsalat verwenden. Die jeweiligen Massen werden einfach in kleine Tortenförmchen in Schichten gefüllt und dann ab in den Kühlschrank.

Als Hauptspeise tischte Monica Reis mit Huhn auf. Wobei Huhn und Reis in Hühnerfond samt Schwarzbier gekocht werden und mit viel Koriander, gelber Chili und „aji panaca“ verfeinert werden.
Die Nachspeise war ein Gelee aus schwarzem Mais mit Milchreis. Alles sehr lecker und mal ein ganz neues Geschmackserlebnis.

wow Frauenpower im Gwandhaus mit Stylingtipps und Modeschau

Männer müssen draußen bleiben, wenn Andrea Kriechhammer zum wow-Fest (world of women) lädt. Außer sie sind Dienstleiter und haben Infos zum Thema Styling, Accessoires, Mode oder Catering etwas beizutragen. Frauenpower pur und Beste-Freundinnen-Gespräche waren angesagt. Der Höhepunkt des Abends: Die Fashionshow. Ein Mix aus Trachtigem (Gössl), Avantgarde (e2 von Erika Eibl) und die Neuinterpretation des Themas Küchenschürze von der Saalfeldnerin Jasmin Stanonik. Medion ließ eigens zum Thema seine Computer customizen (mit Spezialfolien überziehen, die sonst in der Autoindustrie verwendet werden) und das Autohaus Karner stellte Juwelen und Autoträume aus.