Tag 6: Alles Cosi und Helga ist die beste.


 

Langsam spüre ich die ersten Ermüdungszeichen. Heute früh 5 vor 8 der erste Anruf: Dita von Teese reist ab. Gestern abend hatte ich sie noch im Abenddirndl. Deutsche Kollegen prophezeien: Das rennt. Sprich: Es verkauft sich. Mal sehen, wer das noch druckt. Nach der gestrigen Premierenfeier und allen bearbeiten Bildern war ich schon um 1.30 fertig. Das werd ich heute nicht schaffen. Einige Daily Termine stehen an. Vormittags die Cosi Pressekonferenz (PK). Bilder nach Bestellung und ein paar Extras. Muss reichen. Aussendungen schreiben. Die Mittagspause kostet mich RTL, die ein Interview von mir wollen. Thema wiedermal Schaumi. Why not. Schließlich will ich mich ja auch überregional als Salzburgs erste Societyfotografin positionieren. Da muss man auch ab und zu seinen Senf dazugeben und selbst im Bild sein.

Helga Rabl-Stadler erklärt mir kurz, welche Bilder sie abends braucht. Sie fast immer unkompliziert. Perfekt organisiert. Bringt Aussagen schnell auf den Punkt. Wenn nur alle so einfach zu handeln wären!

Cosi Auffahrt: Die Wiener sind da. Klien, Rothensteiner, Konrad, Lindner, Buchbinders, Josef Pröll, dazwischen Salzburger wie Gundi und Günther Reibersdorfer, Martina Moosleitner, Chris und Conny Hörl. Renate Thyssen-Henne, die Begum Mutter und Simonischek und Schade. Cosi kommt an, erfahre ich in der Pause. Zum selber zuhören reichte die Zeit nicht. Die Fotoproben waren genau am Eröffnungstag und am Kapitelplatz, wo die Siemens Festspielnächte heute zeitversetzt die Premiere übertragen regnet es mir dann doch zuviel. Hab ja schließlich extra ein langes Kleid angezogen, um in der Pause im Haus nicht negativ aufzufallen. Nur unserer wirklich perfekten Festspielpräsidentin fällt natürlich trotzdem was auf: Mein Notitzheft in dem ich einzelne „Sager“ und Namen notiere, ist ziemlich verwurschtelt und hat schon Eselsohren. Sorry – das ist nicht festspieltauglich. Ich gelobe Besserung.
Gegen 23.00 kommen die Künstler zur Premierenfeier in die Kantine. Wir warten mal im Hof. Mucky Degn dreht Interviews für die morgigen Salzburgblicke und Barbara Rett schaut kurz vorbei. Gegen Mitternacht habe ich alle Bilder im Kasten. Jetzt wird bearbeitet und verteilt.

Tag 5 im Festspielbezirk. Dita im Dirndl und Pferde sind doch schneller


 

Ich mag keine Pferde. Schon gar keine, die vor Kutschen gespannt sind. Photocall um 12.30. Dita im Dirndl in der Montblanc-Boutique. Das war schon am Vortag bekannt. Weinverkostung. Für die Medien sieht das so aus: Dita rein. Foto vor der Montblanc Wand, Foto beim Eintrag ins Gästebuch mit Montblanc-Pen. Keine Fragen, Keine Antworten. Foto mit Erwin Sabathi dem Winzer. Ohne Flasche, nur mit Glas, denn Ditas Trinkgewohnheiten sind an andere Marken verkauft. 10 Minuten, dann ist die Show für uns gelaufen. Eigentlich angenehm, weil kurz. Diesmal auch fast ohne Drängen, denn die deutschen Kollegen scheinen alle nach Hause gefahren zu sein.
Zurück im Büro (wir haben jetzt einen Schreibtisch im Festspielbezirk) Bilder einladen. Dann der erneute call der Montblanc Pressechefin. Dita steigt in 5 min in eine Kutsche. Die Sportschuhe stehen unterm Schreibtisch und ich weiß noch von vorgestern: Die Tiere sind schnell. Also: Hinrennen. Sekundengenau ankommen. Draufdrücken, ein paar Meter mitrennen. Diesmal weiß ich schon besser, wie man Pferdekutschen fotografisch verfolgt. Ganz einfach: Schnell rennen. Abdrücken in Stehen. Weiterrennen. Pferde möglichst überholen. Das funktioniert nur ein paar Meter weit. Aber ich will ja keine Pferdedoku machen. Wie gesagt:Ich steh mehr auf motorisierte PS.

Festspieltagebuch Tag4: Mamarazza und Edelstripperin


 

Der Zeitplan ist wie immer eng. Mamarazza Fürstin Manni zu Sayn-Wittgenstein-Sayn bittet zur Vernissage (18.30) und fast zeitgleich (Alarmierung ab 18.45) soll Edelstripperin Dita von Teese sich zum ersten Mal im Goldenen Hirschen zeigen. Um 19.30 sollen die Bilder ausgeschickt sein. Wir arbeiten für Montblanc. Fürstin Manni hab ich viel zu verdanken. Sie hat mir vor 20 Jahren die Society erklärt. Wer mit wem und wie verwandt ist. Manni weiß alles. Ihre Ausstellung ist ein visuelles Gästebuch. Bei ihr hat man immer das Gefühl einer Riesenfamilie. Also: Kurz zu Manni. Thomas und Thea Gottschalk, die ich kurz davor bei mia Shoes beim Einkaufen getroffen habe, sind schon da. Gottschalk ist ja einer der Stammgäste ihrer sonntäglichen Gartenparties.
Dann rüber zum Hirschen. Dita läßt warten. Gegen 19.15 kommt sie an. Dreimal draufdrücken, ab mit der Karte zu Gü, der schickt gleich. Ich fotografiere weiter. Dita vor der Montblanc Wand, ohne Montblanc Wand mit Sonja Kirchberger, mit Sunnyi Melles, mit Ingrid Roosen-Trinks. Ditas Porzellanteint ist hart erarbeitet: Niemals lässt sie Sonne an ihre Haut. Die Arme!
Eine halbe Stunde später bewegt sich der Promitross Richtung Republic. Ben Becker und Georg Uecker ulken vor der Tür. Dita wird von der Fotografenmeute bis zur Tür begleitet. Das Gedränge hält sich im Vergleich zu den ersten Tagen in Grenzen. Kein Wunder: Die Berliner Kollegen sind nicht dabei.

Während die Stars in der Vorstellung sitzen, bearbeiten wir die Bilder. Im Innenhof des Mozarteums gibt es hinter dem Colaautomaten Steckdosen. Gut dass es nicht regnet!. Schade, dass die Gartensessel immer mit Ketten abgesperrt sind, da sitzt es sich so ungemütlich. (ist ja alles wahrscheinlich unbefugte Inbetriebnahme – aber schön langsam kenne ich jede Steckdose der Stadt.)
Im Fotocorner sammeln sich die Fotografen. Ich darf schon mal rein in die Villa Kast. Ist ja ein Kundenauftrag. Die Promis kommen wieder überpünktlich. Hätt fast deren Ankunft verpasst. Dann das selbe Prozedere wie üblich: Red Carpet, Drängen, Klicken, rein bei der Tür. Drinnen: Drängen , Klicks, Gottschalk: Noch mehr Drängen. Er gibt auf zu glauben, dass es da eine private Minute hätte und stellt sich dem Spektakel. Professionelles Geblödle. Das wird von ihm erwartet. Dita will nicht mehr. Keine weiteren Bilder.
Suzanne Harf und Eliette Karajan haben es sich mit ihren Tellern auf den Stufen der Galerie Ropac gemütlich gemacht. Endlich einmal keine gestellten Bilder. Ganz natürlich. Vom Pressebüro sind solche Bilder unerwünscht. L. versteht nicht, dass wir hier abdrücken. „Beim Essen.“ Die beiden essen aber nicht, sondern halten nur ihre Teller. Wenn wer was im Mund hat oder gerade in den Mund schiebt, ist abdrücken ein No-Go. Ein voller Teller vor der Nase verstößt noch nicht gegen unsere Society-Ethik. Private Momente einzufangen ist ohnehin schwierig, wenn 20 Kameras durch die Räume schwirren. Nach einer Stunde heißt es ohnehin für die Fotografenmeute: Und tschüss.

Jedermanns Premierenfeier im Krimpelstätter



 

Die Premierenfeier stand für uns Fotografen unter einem Vorzeichen: Warten auf den Tod. Ben Becker machte eine Zwischenstation im Triangel, bevor er zur offiziellen Feier kam. Das dafür mit perfekter Inszenierung. Er kam mit seiner Frau Anna und Tochter Lillith in der Kutsche vorgefahren. Damit hatte zumindest diesmal die Aufmerksamkeit ganz auf sich gelenkt. Anna Seidel, seine Lebensgefährtin tat ihr übriges mit dem ziemlich transparenten Kleid. Sehr sexy. Wow!
Dass Peter Simonischek und Schauspielchef Thomas Oberender inzwischen das Fassl angeschlagen hatten, und auch das Essen schon bestellt war, hatte den Tod nicht weiter gestört. Und auch dem Teufel war´s wurscht. Nach dem Gruppenfoto hatten die Fotografen ihre Schuldigkeit getan und mussten gehen. (Gü)

Foto Festspieltagebuch Tag 2 und3 von wildbild


 

Der Adrenalinspiegel steigt. Keine Promis bei Jedermann. Womit sollen wir die Seiten füllen. Bis 17.00 ohne Beute. Um 18.00 sollen 5 Bilder ausgeschickt sein. Es kommen dann doch noch Steffi Graf , Werner Faymann, Jack White und dann geht die Schaumi-Show mit Klein-Anna in die nächste Runde. Schaumis Unterhosen kosten angeblich 45 E (noch nicht nachrecherchiert). Als Fotograf ist man machtlos. Die Zeitungen bestehen auf diese Bilder. Wenn man die Show nicht mitspielt, ist man draußen. Klar könnte man einfach nicht abdrücken. Aber das Zeitungsgeschäft gehört eben zur Eventfotografie dazu. Ich merke, dass hier meine ethische Grenze noch nicht erreicht ist. Auch wenn Klein-Anna den Kopf senkt: Wir halten alle drauf.

Nach dem Jedermann geht´s weiter. Abfahrt der Schaumi-Truppe in der Kutsche. Pferde können ziemlich schnell rennen. Letztendlich schneller als wir mit unseren Kameras. Spätestens Hofstallgassenende haben sie die letzten Fotografen abgehängt.
Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler bringt das Spektakel tags darauf bei der Young-Directors Pressekonferenz auf den Punkt: „Wenn ein von einem ehemaligen Sportler gezeugtes Kind als Stargast der Festspiele erwähnt wird, ist das nicht nur Kindesmissbrauch sondern auch eine tiefe Unterschätzung der Leser“.

Die Klatsch-Gesellschaft ist, so fürchte ich, mit anderen Maßstäben zu messen. Leider. Aber noch mache ich mit.
Gegen 23.30 startete dann die Möwe Premierenfeier. Thea und Thomas Gottschalk standen ganz entspannt auf der Landestheater-Terrasse. Die Fotografen waren alle im Krimplstätter bei der Jedermann-Premierenfeier. Für wildbild war Günter dort. Die Begeisterung der Theaterbesucher kannte kaum Grenzen. Das preisgekrönte Stück kam an. Die Stars, darunter Corinna Harfouch, Alexander Khuon oder die als Megatalent gehandelte Kathleen Morgeneyer kamen ganz unkompliziert zum Fotocall für das Festspielmagazin Daily, für das wir u.a. auch arbeiten. Peter Jordan kam nach dem Jedermannfest auch noch ins Landestheater.
Um 1.30 war der Tag gelaufen. Erstes durchatmen. Jetzt heißt die Frage: Wann bekommen wir den nächsten Stargast Dita von Teese vor unsere Objektive. Geplanter Zeitpunkt: Dienstag 19.00. Fakt ist: Für die Redaktionsschlüsse brauchen wir sie früher. Montblanc hat sie eingeladen. Die Paparazzi lauern. In Salzburg ist sie bereits. Wer sie zuerst im Bild hat, hat gewonnen. Zumindest in der Gunst der Tageszeitungs-Redakteure. Wir haben den Montblanc-Auftrag. Und der lautet. Erste Bilder dann, wenn wir es sagen. Also keine Paparazzi-Ausflüge. Ausschlafen ist angesagt.

Schaumi Show als Medienauflauf


 

Einerseits Kopfschütteln, andererseits die perfekte Medieninszenierung. Mario-Max weiß, wie man die Weltpresse vor seiner Haustür versammelt. Unterhosenshow im Festspielbezirk. Dazu Anna Ermakova (Boris beckers Samenraub) als Testimonial. Sie wird beinhart von Termin zu Termin mitgenommen. Alles natürlich ganz privat. Vierstündige Oper (2 Pausen), nachmittags die große Schaumi-Modeshow in seinem Stammhaus in der Gstättengasse. (Sweater, Shirts und Dessous bis hin zum Hundeshirt). Genial inszeniert. Nicht einmal auf die Königspudel wurde vergessen. Dieses Stück hatte das Festspieldirektorium in seinem Plan nicht vorgesehen. Zumal Klein-Anna morgen die Schlagzeilen dominieren wird. Persönlich habe ich was gegen solches zur Schau stellen, vor allem wenn Kinder dabei sind. Wenn wer die Rampensau-Mentalität teilt, ist das ok und wenn wir alle uns wirtschaftlich zwingen lassen hinzugehen sind wir ja auch selber schuld. Und außerdem gilt: Ganz Salzburg ist jetzt Bühne. Nur ob Klein Anna das auch weiß? An Mario-Max: Große Show. Ich brauche nur noch ein bisserl Zeit, bis ich weiß, was ich darüber denken soll.

Erster Salzburger Festspieltag von Wildbild


 

Zeitweise war es ganz schön eng, wenn sich portugiesische Kamerateams mit uns und den deutschen Kollegen um die besten Bilder gekämpft haben. Beim Festakt zur Festspieleröffnung dürfte dem Securityteam rund um den portugiesischen Staatspräsidenten nicht ganz wohl gewesen sein. Unsere Chefs wie Heinz Fischer und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller sahen das lockerer. Die kennen das ja schon. Alle dürfen fotografieren. Wer ein Bild braucht soll sich eines erkämpfen. Und das tun wir jetzt täglich. Harte Zeiten für Fotografen.

Der Glamour wurde trotz Krise nicht ganz abgeschafft. Societyladies wie Renate Giaccomuzzi-Hirsch führen trotzdem noch ihre großen Roben aus und auch Fixi-Foxi-Verlegerin Alexandra Kauka fährt standesgemäß in der Limo vor.
Katja Burkhard und Hans Mahr haben Salzburg Urlaub eingelegt und sind mit ihren Kindern da. Die Familie haben auch Bühnenstars wie Ben Becker (übrigens ich bin Ben Becker Fan. Der ist so cool. Obwohl er bei der Autogrammstunde Kollegin Alex ziemlich angemotzt hat. War das nur gespielt? ) und Michael Schade („Das Dirndl meiner Kleinen ist ganz neu. Von Stassny“) mitgebracht.
Sehen und Gesehenwerden zählt. Einer der sich mit den Medien gerne spielt ist Mario-Max jetzt noch echterer Schaumburg-Lippe, da ja seine Mutter einen echten Schaumburg Lippe geheiratet hat. Mario-Max macht jetzt auch eigene Unterhosen und Shirts mit Wappen und als Medienprofi weiß er, wie man sich mediale Aufmerksamkeit sichert. Man holt einen Yellow-Press Star. Diesmal: Angela und Anna Ermakova. (Die Samenraubgeschichte von Boris Becker). Das Kind durfte um 14 Uhr im Tomaselli noch in Ruhe frühstücken, dann ging´s zum Industriellenvereinigungs- Empfang und den ersten Bildern. Seine Aussendung, dass das ein Privatbesuch ist, sei der Vollständigkeit halber erwähnt, die kam aber erst am nächsten Tag. Klein Anna durfte oder musste in die Premiere von Theodora. Dass sie die meistfotografierte des Abends war, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Heute eröffnet Mario-Max übrigens seinen neuen Shop in der Gstättengasse. Dort heißt es jetzt Palais Schaumburg.
Bei soviel Klatschpotential ging Thomas Gottschalk mit seiner Thea fast unter. Sie wohnen im Hirschen – wie immer – und abends gingen sie mit Freunden privat ins Pan e Vin.
Gloria von Thurn und Taxis ging zum Audi Empfang, der heuer in Zeichen der neuen Sparsamkeit ohne Medienpräsenz über die Bühne ging. Die Künstler der Theodora waren die Stargäste.
Die Auffahrt der Theodora wurde natürlich auch von ein paar Demogruppen missbraucht. Die Polizei sah da aber generös darüber hinweg. „Solange sie nur dortstehen.“

Heute nachmittag folgt er nächste Akt im Kampf ums beste Bild:
Die Jedermannpremiere ist bei hoffentlich bestem Wetter am Domplatz und die große Frage, die sich die Yellow Press stellt: Kommt Boris Becker heute schon und trifft er auf seine Tochter Anna? Und warum sehen sich ben Becker und Boris Becker ein bisschen ähnlich?
Fortsetzung folgt….

Trachtensommerkollektionen 2010

 

Mondän zeigte sich die Location Steinterrasse dank Wetterglück bei der Präsentation der Sommerkollektionen anlässlich der Tracht & Country Modemesse. Luis Trenker, Meindl, Schneiders, Steinbock, Wallmann, Mellmax, Sportalm und Mothwurf nutzten die Stimmung , um ein perfektes Statement für österreichische Mode abzugeben. Wildbild war mit Web Videos und Fotos in Salzburg dabei. Die neue Mode: Doch recht konservativ. Neu interpretiert, authentisch, besondere Details. Keine Risiken für die Kollektion 2010. Heute geht die Fachmesse in der Brandboxx weiter.

Wildbild bei der Jedermann Fotoprobe


 

Gespannt waren wir wildbild-Fotografinnen am Domplatz auf der Jedermann-Bühne, wie Tod und Teufel aussehen, denn die sind ja neu. Ben Becker und Peter Jordan sind sensationell. Bühnenbildnerin Marlene Poley hat mit ihrem Team geniale Arbeit geleistet. Vor allem die Kontaktlinsen, die beide tragen sind furchterregend. Endlich war es einmal keine Wetterzitterpartie. Dafür standen Peter Simonischek schon nach der ersten halben Stunde die Schweißperlen auf der Stirn und sein Hemd war so durchgeschwitzt, dass keine Retusche das hinkriegt. Ein Wahnsinn, wie er nonstop auf der Bühne die Hitzeschlacht überlebt und dann noch tanzt und springt und nicht in die Gräben fällt, die in die sich die Bühne im letzten viertel des Stückes teilt. Für Fotografen ist die Jedermann Probe ideal zum Arbeiten. Denn ausnahmsweise ist hier wirklich genug Platz für alle. Dass danach Tod und Teufel sogar noch für Fotos zusammenstanden ist auch neu. Danke ihr beiden!

Judith – Künstlergespräch mit offener Probe


 

Eine Festspielprobe nur für starke Nerven. Auf der Pernerinsel rollen die Köpfe. Drei Frauen gießen aus einer Kunstmasse Schädel. Die werden in einer anschließenden Szene mit einem Vorschlaghammer zertrümmert. Der tiefere Sinn: Rache an ihrem Peiniger. So hab ich das zumindest interpretiert. Action für schwarze Seelen. Da tut sich was. Diskutieren können wir später. Judith steht für das Volk. Für Aufstand. Ich glaube mir gefällt das Stück, auch wenn man die Einzelheiten erst im Gesamten verstehen wird. (gü)