wildbild im Festspielbezirk: Pfingstpremiere: Auffahrt

Liebe Promis, wir verstehen, dass ihr bei dem Wetter Salzburg den Rücken kehrt. Doch echte Kulturliebhaber kann das nicht abschrecken. Begum Inaara Aga Kahn urprünglich mal mit bürgerlichem Namen Gabriele Thyssen brachte Sommergefühle mit ihrem türkisen Kostüm in den Festspielbezirk und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller setzte mit der Frühlingsfarbe der Saison: Flieder – nach. Echt toll das Pamina-Kleid. Ihr Toni Holzer bleib bei schwarz-weiß. Eva -Maria von Schilgen führte ihren Kurzarmpelz aus und Stassny Chefin Sylvia Hägele zeigte, dass man in Tracht immer wetterfest und doch festspieltauglich unterwegs sein kann. Nennt man das Wetterfleck? Dass Ex-Intendant Gerard Mortier wieder im Festspielbezirk auftauchte lag an der Kooperation mit der Oper National de Paris, die die Produktion übernehmen wird. Dass Gerard Mortier mit Schirm bewaffnet zum Haus für Mozart kam, verbanden nur die Fotografen mit königlichen Gebärden. Er war ganz zahm und erzählte nur, dass die Salzburger Koproduktionen fortgeführt würden. Demnächst mit Madrid.

 

Wildbild Fashionvictim in London auf Shoppingtour


 
Hier wird Shopping zelebriert. Da zeigt man der Krise die Zunge und man lernt vor allem eines: Geld ausgeben ist nicht böse sondern macht Spass. Und genau diesen Motivationsschub haben wir gebraucht. Das wildbild Fashionvictim stürzt sich also ins Vergnügen. Schon die Auslagen sind ein einziger kreativer Input. Farbe ist was zählt. Mit nur ein bis zweifärbig gestalteten Schaufenstern versucht man hier um Aufmerksamkeit zu buhlen oder einfach nur, indem man Szenen oder Landschaften nachstellt. Jede Auslage sieht aus wie ein überdimensionales Foto in einer angesagten Modezeitschrift. Inszeniert mit Liebe und Perfektion. Bei Abercrombie&Fitch schlägt die Inszenierungsfalle zum ersten Mal zu. Ich brauche keine Shirts und keine Jeans und auch kein Halstuch – doch der Oben-Ohne Typ, der einem am Eingang die Türe aufhält überzeugt schon beim Reingehen. Drinnen: Clubsound. Die Verkäufer, die gerade nichts zu tun haben stehen auf der Galerie und tanzen. Alle in Karo-Minikleidern oder Kurzarmhemden. Die modische Botschaft ist klar und so schlage ich zumindest beim ersten Karo Accessoire zu. Ein Tuch um umgerechnet 65 E. Geht ja für die Philosophie und das Image, das man sich damit um den Hals binden kann. Und bei den vielen viel zu kalt eingestellten Klimaanlagen in den Londoner Restaurants braucht man sowieso immer ein Halstuch.In der Carnaby Street kommt fast Kleinstadtfeeling auf. American Appearal fehlt uns in Salzburg. Die Basics wie Leggings in allen Farben oder Rippshirts findet man hier. Übrigens: Ohne Leggings geht in London gar nichts. Highheels und Leggings, untertags mit Ballerinas oder sogar Sneakers kombiniert und dazu A-Kleidchen, Minis oder Longshirts. Schuhe sind eine Klasse für sich. Hier gibt es alles. Bei Dune finden wir preisgünstig fantasievolle Highheels (denn wer weiß, ob ich die in Salzburg jemals anziehe). Im Rausch des gegenwärtigen Shoppingwahnsinns würde ich sogar sagen: Schuhe kaufen ist in London erfolgreicher als in Mailand, Rom oder Barcelona. Glaubt einem Fashionvictim!Kapperl und Hauben waren gestern. Heute trägt man Hut. Die gibt es günstig ab 10 E in jedem größeren Kaufhaus und bei fast jeder Modekette. Ich hab auch noch nirgends so viele Accessorize Filialen auf einem Fleck gesehen wie in der Oxford Street. Bin aber nicht rein, denn alles was es in Salzburg gibt, kaufen wir zuhause. Unsere Wirtschaft muss ja auch leben. Die türkis-goldenen Flip-Flops samt Tunika hole ich mir im Europark. Brav – oder? Hinter Harrods fangen die teuren Shops an. Dolce &Gabbana, Tods (viel billiger als bei uns!) .. ziehen sich in die Slone Lane. Da in Chealsy Blumenmesse war, hatten ein paar Shops auch in Sachen Blumendeko ordentlich was zu bieten. Samstag ist Markttag. In Portobello waren die Straßen so überfüllt, dass es sogar uns zu eng wurde. Flohmarkt ist eh nichts für ein Fashionvictim. Da sollte man die Gegend in Kensington besser an einem anderen Wochentag besuchen. Da bleiben wir noch lieber in der extra fürs Shopping gesperrten Oxford Street. Ein Wahnsinnserlebnis für Shoppingfreaks. Jeden Meter Animation, Bands, Angebote per Flyer, und Massen auf den Straßen mit Beutestücken in den bedruckten Sackerln. Wo hat wer was von Krise gesagt??? Ein Kaufhaus in gelb feiert seinen 100 Geburtstag und bleibt sich farblich treu. Alle Auslagen sind in gelb-schwarz/weiß, die gesamte Innendeko sowieso. Modeschau auf der Rolltreppe, Feiertagsangebote, Gratisproben.. Herz was willst du mehr. Wenn du wieder rauskommst geht die Party auf der Straße weiter. DJs in den Filialen, Shows, laut und lustig. Die Botschaft ist klar: Du lebst nur einmal. Kaufe und feiere heute. Jetzt. Bevor es too much wird, flüchten wir wieder in ruhigere Gefielde. Sonntag war unser letzter London Tag und da gingen wir noch einmal dort hin, wo man alles bekommt: Zu Harrods. Die coolste Entdeckung: Motorbetriebene Schwimmhilfen a la Baywatch. Kostet nur leider ab 8.000 E, blieb also dort. Die Männer fanden das Oldtimer-Golf-E-Mobil faszinierend. Und die Austern. Aber das kulinarische London ist eine andere Geschichte. Davon später…..