Visual Storytelling

Hatte heute beim Webmontag im Coworking Space in Salzburg einen Vortrag zum Thema Visual Storytelling. Wie bringt man mehr Emotionen in Diaserien für Soziale Netzwerke. Ein herausforderndes Thema, dem ich mich als Fotograf praktisch täglich stelle.
Das wichtigste ist der Start der Bildergalerie mit dem besten Bild, nicht mit irgendeinem Bild und auch nicht chronologisch vorgehen. Dabei muss ich mir die Gesamtbotschaft meiner Web-Galerie immer wieder vergegenwärtigen. Was will ich erzählen? Was ist die Kernbotschaft? Die soll sich auch im ersten Bild spiegeln.
Erst dann beginne ich mehr oder weniger chronologisch mit meiner Geschichte. Dazu gehören Menschen, Deko, Details, Überblicksbilder. Alles soll letztendlich einen bunten Mix ergeben. Das Auge darf nicht ermüden und muss ständig neue Überraschungen präsentiert bekommen. Nur so werden meine Bilder in der Pics-Flut überleben und überhaupt wahrgenommen.
Bilder, die sich länger als ein paar Sekunden einprägen, transportieren eine Geschichte. Sie funktionieren ohne Text.
Wenn dann noch Promis am Bild sind – noch besser. Bekannte Gesichter bringen noch mehr Emotion.

Für die Webvideos gilt ähnliches. Hier ist die klare Botschaft: Kurz. Die wichtigste Message zuerst. Ein Webvideo behält sich den spannendsten Teil nicht zum Schluß auf, denn dann ist der Kunde meist schon beim nächsten Video.
Hier muss ich zu Beginn alles aufbieten, was an guten und spannenden Interviews oder Bilder zu haben ist. Alle 10 Sekunden muss man mit neuen interessanten Aussagen oder visuellen Überraschungen den Seher neu in seinen Bann ziehen. Denn nirgends agieren wir so gnadenlos wie im Web. Was nicht gefällt oder langweilt wird weggeklickt. (dw)