Tag12: Am Rande des Festspielbezirks: Skandal! Bumsende rote Bullen und ein nackter Mann bei Billi´s Performance


 

Billi weiß, wie man Aufreger produziert. Schließlich hat sie lange genug in der Festspielstadt gelebt. Jetzt lebt sie in Wien und seither ging es auch künstlerisch bei ihr steil bergauf. Billi ist gut. Billi liebt es, mit ihrer Kunst zu provozieren und hat sich diesmal mit Barbara Husar und Christian Eisenberger zusammengetan. Ganz verstanden hab ich den Sinn der Performance nicht, was vielleicht auch daran lag, dass ich zu spät gekommen bin. Ein Mix aus Schlagworten, gut gesungener Musik, Skulpturen, Bildern und Schauspiel war als unterhaltsames und provozierendes Konglomerat genau richtig für die in Gemütlichkeit versunkene Festspielstadt. Plötzlich stand der Hauptdarsteller nackt im Publikum neben der Zwitter-Venus-Skulptur, der Billi´s Stimme spielt. Ich bin in solchen Sachen kein Schnellchecker – die anderen scheinbar auch nicht, denn genau konnte keiner erklären, was genau gemeint war. Kunst eben. Handwerklich gut gemacht. Und mir hat auch Barbaras Tierherde wirklich gut gefallen.

Ach ja, Festspiele sind ja auch noch: Danach war ich ganz kurz bei der Premierenfeier im Andi Hofer, wo die Young Directors-Alice Crew den lauen Sommerabend in der Steingasse verbrachte und Peter Simonischek feierte seinen Geburtstag privat im Schlosswirt Aigen. Morgen gibt es dazu im Sacher den offiziellen Termin. Und wenn einer wie er ohnehin täglich zur Verfügung steht, lass ich ihn auch mal privat feiern. Mal schauen, ob die Kollegen auch soviel Einsehen haben.