Tag 31: Young Directors Award, Schwammerlessen und ÖSFA


 

Ein Tag, ganz nach meinem Geschmack. Denn ich liebe die Vielfalt in meinem Job. Montblanc verlieh vormittags den Young Directors Award. Der ging an Dries Verhoeven für You Are Here. Warum auch schon die jungen Regisseure beim Fotografieren nicht lächeln, weiß ich nicht. Hab alles probiert. Vielleicht gehört das bei denen zum Jobprofil. Auf Fotos finster drein scheuen. Keine Regung zeigen. Pokerface. Als Thaddaeus Ropac den Sieger verkündete kam Dries Verhoeven dann doch kurz ein Lächeln aus. Profi ist da Montblanc Kulturdirektorin Ingrid Roosen-Drinks. Die sieht auf jedem Foto toll aus. Wie Mojca Erdmann. Dann werden die Bilder gleich verschickt. Dürfte ein neuer Zeitrekord sein – auch im eigenen Interesse. Schließlich muss ich ins Sacher, wo einstweilen Pia alleine die Stellung hält.

Mittags dann Schwammerlessen. Geladen sind Elisabeth Gürtlers Freunde. Salzburger, Münchener und Wiener Society. In ist, wer drin ist. Für die Fotografen gibt es vorher ein Schwammerl anschauen mit Chefkoch Manfred Stüfler. Dann den Promiauflauf. Trotz Enge gut organisiert. Sind ja alles Profis. Die Gäste durchwegs im Dirndl. Diese Fotos sind im Hinblick auf die Oktoberfest vorberichterstattung nicht unwichtig. Also: Nicht vergessen: Ganzkörperfotos im Dirndl. Einzelbilder.
Um 13.30 müssen die ersten Bilder in Wien sein – die Redaktionen fragen schon nach.

Günter ist beim ÖSFA Messerundgang. Neue Trends sucht man dort im Sommer vegebens. Snakeboards sind nach wie vor angesagt. Bei den Bikes tut sich immer wieder was in Sachen Qualitätsverbesserung.

Abends bin ich wieder dran. Ausstellerabend auf der ÖSFA. Bin nicht zum Umziehen gekommen, also für den Anlass eindeutig overdressed. Egal. Die Sportler nehmen es nicht übel. Messeleiter Mario Martinelli kündigt den Höhepunkt an: Die Einlage von Gus Bacchus. Ich glaube zuerst mich verhört zu haben. Bohnen in die Ohren?? Gus Bacchus – der „Brauner Bär“ -Gus Bacchus. Der soll Kult sein? Bei den ganz Jungen auch?? Da scheine ich eindeutig einen Trend verpennt zu haben. Bisher dachte ich, dass ich bei Gus bachhus maximal meine Oma begeistern kann. Dann kommt er auf die Bühne – doch – er kann noch alleine gehen. Singt auch noch wie früher. Aber irgendwie hat das ganze was von Seniorenheimromantik. Die Stimmung ist gut. Die Jungen johlen vor Begeisterung – und ich fühle mich plötzlich ziemlich alt, denn das versteh ich im Moment gar nicht.