Skizirkus macht Station in Flachau


 

Weltcup in Flachau. Nachtslalom der Damen. Wildbild ist für den Fotoeventauftrag schon am Vortag angereist. Alexxa und ich. Sandra kommt zur heißen Phase zur Verstärkung dazu. Am Montag ist noch stressfreies Vorabshooting. Training der Damen, Autogrammstunde und Startnummern Auslosung. Uns bleibt genug Zeit, das köstliche Buffet im Pressezentrum zu verkosten. Gesundes Obst sogar aufgeschnitten. Dass es zur Presseaussendung einen Zipfelbob gibt, macht uns zuerst nachdenklich. Sollen wir zum spätabendlichen Event auf einer tiefverschneiten Hütte dann per Zipfelbob ins Tal? Entwarnung: Kommendes Wochenende ist die Zipfelbob WM. Darauf will man hinweisen.

Vorerst geht es aber um den Nachtslalom der Damen. Montags schneit es noch dicke Flocken und das Flutlicht wirkt in der Kamera nicht wirklich erfreulich. Unser aller Fotografeneindruck: Zu dunkel.
(Fotografen ist es grundsätzlich immer zu dunkel. )

Tags darauf dann das perfekte Wetter. Sonne, glitzernder Schnee. Keine Wolke trübt den Himmel. Dafür ist es auch kälter. Wir waren in der Appartmentpension Harmony einquartiert. Sehr nett, sehr familiär. Im Pressezentrum die schon gewohnte Luxusverpfegung. Schnitzel, Brötchen (sogar Schwarzbrot), Obst, Kuchen, Pizzaschnitten, Würstel,.. Der erste Weltcup, bei dem wir zunehmen statt abnehmen! Gegen 17.00 wird es dann stressig. Österreich will Fanscharen bis 18.00, ab 17.30 ist keine Zeit mehr zu schicken. Vor allem ist es bei minus 10 Grad auf der Piste auch kaum möglich. Auf den VIP Tribühnen ist es eng, in den Pressekorridoren noch genug Platz. Das wird im Sportbereich immer bestens organisiert. Könnten sich hier nicht mal die Societyveranstalter ein Beispiel nehmen?
Nur wer die Korridore wechselt, muss sich durch Fanmassen kämpfen. Selber schuld. Rund 10.000 Besucher fiebern entlang dem Griessenkar mit. Geiles Rahmenprogramm der Motocross Freestyler. Gut gelaunte Fans. Perfekte Schlussbilder. Ein perfektes Ergebnis für Österreich und den Tourismus. Zuerst lagen die Riesch-Schwestern für Deutschland in Führung, im zweiten Durchgang übernahm Marlies Schild das Siegespodest-Platzerl. So soll es ein! Falls die Politiker auch Fotos haben hätten wollen, hätten sie sich bei der Übergabe der Trophäen kurz zu den Fotografen drehen müssen. Also wollten sie keine Bilder mit den Sportlern oder wie sollen wir Fotografen diese Übergabe mit Dauer-Rücken zu uns sonst interpretieren?
Wie auch immer: Es war für uns perfekt zu arbeiten, die Flachauer Organisation war richtig gut und alle hoffen auf eine Weltcup-Neuauflage im nächsten Jahr.