Sinnsuche am Partyparkett


 

Krasser können Unterschiede nicht sein. Gestern noch auf philosophischer Sinnsuche im Atlantik, heute zwischen millionenschweren Pretiosen im Osterfestspiel Getümmel. Pelzjacken, Brillianten und Highheels. Ich merke, dass mein Ehrgeiz alles abzulichten, sich in Grenzen hält. Dass mir die Jagd nach den so wichtigen Promis nicht wichtig genug ist, um das letzte aus mir herauszuholen. Ich spüre aber auch, dass der Ärger, etwas nicht zu haben, weggespült ist. Da kann ich mich noch eher für Sebastian Rabls Idee, sich mal als Drucke-Editor auszuprobieren und ein Projekt mit Jügen Messensee zu starten, begeistern. Für den Hermes-Boutiquenchef ist das mal etwas anderes – eine neue Herausfoderung, die er mit einem Freund, dem Rechtsanwalt Max Leitner in die Tat umgesetzt hat. Mit Promibeteiligung zur Vernissage hat er es leichter als andere: Da reicht es schon, wenn die engere Familie kommt. Seine Mutter ist Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, Gustav Peichl der Festredner.
Bei Wolfgang Bierlein (Van Cleef & Arpels) ist die Bussi Bussi Gesellschaft im Sacher in ihrem Element: Pretiosen, die glitzern. Colliers jenseits der 100.000 Euro Grenze. Saphire, Brillianten, Rubine, Smaragde.
Gestern hatte ich auch noch Steine. Rund, schwarz aus gehärtetem Lavagestein. Geschliffen von der Brandung des Meeres. Was ist wertvoller?