Romeo et Juliette zum Weinen schön

Piotr Beczala ist der neue Opernstern am Himmel der Festspiele. Das wurde vorab schon gemunkelt. Das hat sich bestätigt. Darin sind sich Szenekenner wie Corinne Flick oder Harald Serafin einig. „Romeo stand der Julia in nichts nach.“

Dass Netrebko eine Portion Erotik in ihre Julia legte war zu erwarten.
Tosender Schlussapplaus war klar.

Angela Merkel schien von der Oper noch so geblendet, dass sie erst mal das falsche Auto ansteuerte (oder waren es die Fotografenblitze, die sie dann gnadenlos niederflashten?). Doch keine Sorge: Ihre Bodyguards hatten sie im Griff und in Sekundenschnelle im richtigen Auto sitzen.
Merkel wohnt übrigens wie immer auf der Gersbergalm am Gaisberg.
Deutschlands schönstes Politpärchen, Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen und Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg durften bei der Opern-Liebesgeschichte natürlich auch nicht fehlen. Sie bekamen von den Kiebizen am Rande schon mehr Applaus als Gottschalk oder Merkel.
Intendant Jürgen Flimm begleitete die bisher treuesten Festspielpromis, Bianca Jagger und Thaddaeus Ropac zum Ausgang. Flimm: „Es war zum Weinen schön.“ Auch Harald Serafin gestand, eine Träne verdrückt zu haben.

Gefeiert wurde nach der Premiere in der Salzburg Kulisse. Startenor Piotr Beczala, Romeo, Yannik Nezet-Seguin, Dirigent und natürlich Salzburgs derzeit prominentestes Liebespaar Erwin Schrott mit seiner „Julia“ Anna Netrebko genossen den Ausblick auf ihr Salzburg. Nach der offiziellen Feier ging es wie üblich im Festspielszenelokal Triangel weiter, wo bereits andere Festspielkünstler wie Ben Becker den Abend ausklingen ließen und auf den Wirt Franz Gensbichler anstießen, der in seinen Geburtstag hinein feierte.

OTs Jürgen Flimm und Harald Serafin in der Pause: