Lesung im Bücherzug


 

Mucksmäuschenstill war es, als Jungliteratin Teresa Schwaninger aus ihren Texten vorlas. Nur das Rattern des Zuges war zu hören, dazwischen die quietschenden Türen und das blecherne Mikro mit seinen Nebengeräuschen, über die normalerweise nur die Durchsagen verlautet werden. Nicht einfach, was da von den Vorlesenden verlangt wurde. Dann fiel auch kurzfristig das Mikro aus und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller stellte sich mitten ins Abteil, um aus der Salzburger Sagenwelt weiterzulesen. Flexibilität, die auch die Schüler bewiesen. Jungliterat Jakob Lundwall versuchte, die Nebengeräusche zu übertönen. Nächster Halt Golling. Da wurde in das größere Abteil übersiedelt, denn dort war der Lautsprecher zu hören. Schriftstellerin Christine Haidegger hatte Gedichte vorbereitet. Zum Nachdenken im Zug. Die Schüler legten es dann witziger an. Alles in allem: Eine tolle Idee, die zum Weiterlesen zu Hause anregen soll. Im Regionalexpress zwischen Salzburg und Saalfelden kann man die Bücher im Zug lesen und dann sogar nach Hause mitnehmen. Das Wetter tat sein übriges, um diese Aktion zu unterstützen. Bei Eisregen und Außentemperaturen von Null Grad wird jeder zum Leser. Ich sowieso.