Krampusse im Europark und am Salzburger Christkindlmarkt


 

 

Irgendwann reicht es auch mir mit den Kramperln. Am Krampustag hatte ich gleich zwei Krampusläufe und nicht nur ich durfte feststellen: Die pelzigen Gesellen werden immer streichelweicher. Entwickeln wir uns zu einer Gesellschaft voller Weicheier? Die Kramperl dürfen gar nichts mehr. Nicht mehr zuhauen, keine bengalischen Feuer mehr – nichts. Nicht einmal die Kleinsten fürchten sich noch vor dem Krampus. Wie sollen die Kids da Respekt lernen? Naja, im Europark waren dann doch ein paar Kinder, denen die Angst ins Gesicht geschrieben stand. Nur die war vor dem Nikolaus genauso groß wie vor dem Krampus. Schön war auch zu sehen, dass wenn es um Kinderaktionen geht, die Integration der Kulturen voll stattgefunden hat. Im Europark durften die Kramperl der Radecker Pass dann später auf der Piazza zeigen, dass sie nicht ganz so lieb sind, wie vorerst gedacht.

Beim Salzburger Christkindlmarkt in der Altstadt war das Gedränge eng wie nie. Dass da keine echten Läufe möglich sind, versteht sich von selbst. Das war mehr ein Posieren vor Touristenkameras. Italienische, japanische , russische Touristen ließen sich mit den Pongauer Krampussen der Ivaro Pass ablichten. Bilder, die zuhause salzburgisches Kultpotential verstärken und nächstes Jahr kommen dann hoffentlich noch mehr Touristen. Eine Attraktion, die man sich schließlich nicht entgehen lassen darf.