iphone 7 plus oder Spiegelreflex für Social Media

Für meine Urlaubsfotos hatte ich diesmal nur das iphone 7 plus mitgenommen und hatte daher Zeit, es ausgiebig zu testen und die Fotoqualität des Handies unter die Lupe zu nehmen. 
Hatten mir doch ein paar Freundinnen weismachen wollen, dass die Handyfotos mittlerweile mit den Spiegelreflexkameras durchaus mithalten können.

Kommt darauf an, wofür man die Bilder braucht und wie die Lichtsituation ist. Mit dem iphone 7 plus ist die Tiefenunschärfe ja wirklich kein Problem mehr. Im Portraitmodus kann dank der beiden eingebauten Optiken der Hintergrund als solcher erkannt und unscharf wie mit einer Offenblende dargestellt werden.

Gestellte typische Urlaubsbilder bei Tageslicht sind ebenso kein Problem. Landschaftsbilder auch nicht. Sobald Licht/Schattenverhältnisse auftreten sieht es anders aus. Da kann der HDR Modus auch nicht allzuviel ausrichten.
Bleibt man auf Automatik ist auch bei sehr kaltem oder sehr warmem Licht das Ergebnis nicht wirklich befriedigend.

Für Actionbilder kann man im Live-Auslösemodus, der 3 sec aufzeichnet den richtigen Moment erwischen. Für hochspritzende Wellen,  ganz gut.

Für wirkliche Spitzenbilder muss man sich and die Eigenheiten der Handyfotografie gewöhnen. Wenn man seine Erlebnisse nur schnell auf Instagramm oder Facebook teilen will, ein schnelles Video oder sogar Boomerangs und Co machen will – perfekt.

Vor allem abends habe ich meine Spiegelreflexkamera vermisst. Für die Foodbilder mag das Handylicht ja reichen – zur blauen Stunde habe ich mich nach meinem Blitz und der Spiegelreflex gesehnt. Auch bei Teleaufnahmen kann das Handy trotz 2fach Optik mit dem 200er nicht mithalten – eh klar.

Action und Blaue Stunde braucht Profi Equipment

Bei Actionszenen bin ich trotzdem mit der Spiegelreflex schneller am Punkt. Dennoch ist mir beim gedanken an die Weiterentwicklung der Handyfotografie nicht bang, was meinen Status als Profifotografin betrifft. Sobald ich mein Handy in andere Hände gegeben habe, sahen die Bilder der Laienfotografen trotzdem deutlich anders und schlechter aus, als bei mir oder meinen Profi- und Hobbyfotokollegen.

Es kommt immer auch auf den Blickwinkel an, die Hintergrundlinien und den Einsatz des perfekten Lichts.

Habe ich meine Spiegelreflex vermisst? Im Urlaub nicht wirklich, denn das geringe Gewicht machte den Handyeinsatz schmackhaft. Hätte ich jetzt eines meiner Akrobatikmodels bei mir gehabt, wäre ich zutiefst traurig nach hause gekommen, ob der vielen vertanen Chancen, die ein Handy einfach nicht genau so festhalten kann, wie ich mein Bild im Kopf sehe. Noch nicht.

 

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