Hinter den Kulissen des Gallbauer Cateringzelts bei der Vierschanzentournee


 

Ein 50 Meter langes Buffet im Zelt des Schanzengeländes. Für Eventcaterer Horst Gallbauer war es seine Vierschanzentournee Premiere. 800 Gäste sollten vor der Qualifikation, zwischen den Durchgängen und danach in erstklassiger Qualität im Sondergastzelt in Bischofshofen verköstigt werden. Während meine Fotografenkollegen im Freien froren, durfte ich im warmen Zelt in die Töpfe und Pfannen blicken. Bei Gallbauer wird auch beim Catering frisch gekocht. In Salzburg wurden die 360 Kilo Lachs, 190 Kilo Fleisch oder 1800 Stück Mehlspeisen vorbereitet. „8 Meter Gemüsestrudel klingt nicht so spektakulär – oder?“, so Gallbauer, der einen erstaunlich ruhigen Eindruck machte. Alles war perfekt vorbereitet. Sogar die Tischabstände waren zuvor genau abgemessen, jeder Platz am Buffet bereits am Computer berechnet und der Plan ausgedruckt. Da konnte nichts schief gehen. Um 14.00 wurden die ersten Gäste erwartet. Um 11.00 Uhr standen sie da. Kein Problem für Gallbauer. Kaffee und Getränke wurden sofort ausgeschenkt. Das Würstelbuffet rund eine Stunde früher als geplant eröffnet. Gut, dass die Deko so pünktlich fertig geworden war. Obwohl in Zielhang noch weit und breit kein Springer zu sehen war, standen die ersten Fans bereits in der Wiese. Kurz vor dem Qualifying war das Zelt dann gefüllt. Mittlerweile war auch vom Kürbiskernschnitzerl über die Fleischlaibchen, die Tafelspitzsulze mit Kernöldressing, der Kümmelbraten mit Senfgurken und der Beinschinken bis zu den Kletzerln aufgebaut. Horst Gallbauer hat für sein Kaltes Buffet einen trendigen Namen: Alpen Tapas.
Sobald die Springer am Start standen, leerte sich schlagartig das Zelt. Dann war wieder Zeit, den nächsten Gang vorzubereiten. Nach den Suppen die warmen Hauptspeisen. Für die Köche Knochenarbeit, die schweren Tassen in die Öfen zu schieben. Pochiertes Lachsfilet mit Wurzelgemüse. Lecker. Passte genau in meine Neujahrsdiät :)).

Hühnerkeulen in Paprikasauce oder doch lieber Schweinsbraten? „Die meisten Produkte kommen aus dem Salzburgerland„, erzählte ein immer noch recht entspannter Cateringchef, der kurz in der Küche aushalf, als die Gäste wiedereinmal eine halbe Stunde früher als geplant das Zelt stürmten und alle gleichzeitig ihr Essen wollten. Promis wie Andi Goldberger, Ex-Judoka Patrick Reiter, oder Seppi Klinger waren darunter.

Die Stimmung im Zelt war durch die Führung der österreichischen Springer am Höhepunkt. Die konnte Horst Gallbauer nur noch durch den Schokobrunnen übertreffen. Frische Früchte in warme Schokolade getunkt, da verzichtete manch VIP Gast auf die entscheidende Sekunde, nur um sich in Ruhe dem Dessert widmen zu können.

Draußen wurden Fahnen geschwungen, Sprechchöre unterstützten die österreichischen Adler und die Biere wurden auf die Freiterrasse mitgenommen. 20.000 Fans jubelten gegenüber als Thomas Morgenstern zum Tagessieg sprang und Andreas Kofler den Tourneesieg holte. Da musste kurzfristig sogar der Apfelstrudel warten, der als süßer Ausklang schon am Buffet stand.