Gnigler Krampuslauf und Salzburger Christkind

Zuerst Einsatz beim Christkindlmarkt. Das neue Christkind Leonie ist seit Samstag in Amt und Würden und will in Szene gesetzt werden. Kein Problem bei der fotogenen Schülerin und ihren aufgeweckten Engerln. Die Kids sind zwischen 12 und 17 Jahre alt und wirklich professionell. Die blaue Stunde dauert ja nur eine gute halbe Stunde, da muss alles perfekt getimt sein.


 

In Gnigl warten schon die Krampusse. Anfangs noch in Unterhosen in den diversen Garagen rund um Gnigl und wenig furchteinflößend. Die Krone will ohnehin nur die lieben kleinen Kinderkrampusse. Den Krampuslauf gibt es dann als Aussendung. Ein Kollege erklärt mir, dass Bengalische Feuer verboten sind und auch an den Absperrgittern von den Kramperln nicht hochgesprungen werden darf. Wie soll man da coole Actionfotos machen? Gut 10.000 Zuseher drängen sich entlang der Gitter. Teenies, die die Kramperl mit Sprüchen aufreizen, bekommen mit den Kuhschwänzen gleich eins übergezogen. Die Kramusse dürfen übrigens nur die Beine der Zuseher treffen. Damit alles im Rahmen bleibt, sind mindestens soviele Securities auf der Piste wie Krampusse. Irgendwie dürfte ich die Kuhschwänze der Kramperl magisch anziehen. Da wird Arbeiten richtig mühsam. Gut, dass ich eine lange Unterhose angezogen habe. Da spürt man wenig. Also Kramperl: Macht euch erst gar nicht die Mühe. Es nutzt eh nix. Ich muss nur aufpassen, dass ich weder über Krampushufe noch über Absperrgitter stolpere und trotzdem die Actionszenen nicht übersehe. Die besten Bilder sind verschreckte Teenie-Blondinen. Also postiere ich mich in deren Nähe und hole mir dann den passenden Krampus dazu. So geht es am besten. Leider kann ich nicht alle Passen machen, da wieder einmal einer mit Redaktionsschluss Druck macht. Also schicke ich die Bilder noch während des Laufs aus einer Seitengasse. Den Laptop auf der Kühlerhaube meines Pkw. Gut dass es nicht regnet.