Festspiel-Probenbetrieb gleicht Kasernendrill


 

Den Festspielstars wird nichts geschenkt. Dass die Proben harte Arbeit sind, wurde beim Besuch der Probebühne im Lehrbauhof deutlich. Das Händel Oratorium Theodora steht am Plan. Das Ambiente versprüht den Charme einer alten Turnhalle. Bänder am Boden markieren den Bühnenrand. Hier ist wenig vom Glanz und Glamour der Festspiele zu spüren. Der Umgangston von Regisseur Christof Loy erinnert an Kasernendrill und auch den Fotografen wird unmissverständlich klar gemacht: Wer den zugewiesenen Platz übertritt, fliegt raus. Konzentration ist das oberste Gebot. Stundenlang. Dazwischen nur eine kurze Pause. Christine Schäfer hat noch nicht gefrühstückt und nutzt die erste Pause. Interview: Fehlanzeige. „Ich kann dazu noch nichts sagen. Dazu laufen die Proben erst zu kurz.“ Es geht um die Zerissenheit auf der Suche nach Lust und Liebe. Johannes Martin Kränzle soll richtig zupacken. Das klingt jetzt schon nach blauen Flecken.

Die Neuinszenierung wird sicher eines der Festspiel-Highlights. Soviel steht jetzt schon fest.