Brutal nettes Brauchtum : Ruperti Gautschen

 
Die Druckerlehrlinge werden immer weniger. Kein Wunder. Den Gautschbrief gibt es nur, wenn man folterähnliche Qualen erduldet. Alle zwei Jahre ist es am Rupertikirtag soweit. Dann werden die fertigen Lehrlinge zur Belustigung der Ruperti Zuseher auf nasse Schwämme gepackt, mit Wasserkübeln angeschüttet und dann in einen Bottich kalten Wassers geworfen. Tatort Domplatz. Ein Insider, einer der Packer packt aus: „Wir drücken denen die letzte Luft aus Zwerchfell und Kehle, dann müssen sie den Mund öffnen.“ Was folgt sind 5 Kübel Wasser. Der Lehrling fühlt sich knapp vor dem Ersticken und wird dann in den Wasserbottich geschmissen. Quasi als Erlösung und zur Buße aller seiner Sünden, die er/sie in der Lehrzeit begangen hat. Ein paar der heurigen Gäutschlinge müssen sehr böse gewesen sein. Der Brauch des Gautschens hält sich übrigens seit Jahrhunderten.

Anmerkung vom 29.9. Dieser Text ist natürlich nicht ganz wörtlich zu nehmen. Auf mehrfache Intervention merke ich gerne an, dass hier natürlich niemand ernsthaft gefoltert wird und auch das Wort brutal zu brutal gewählt wurde. Sorry für meine mangelnde Sensibilität!!