Ausstellungseröffnung der Ernst Ludwig Kirchner Retrospektive im MdM Mönchsberg


 

Zur Ausstellungseröffnung von Ernst Ludwig Kirchner im Museum der Moderne am Mönchsberg kamen rund 650 Kunstbegeisterte, was mitunter zu Sitplatzengpässen führte. Wahre Kirchner-Fans konnte das aber nicht abschrecken, sie blieben standhaft oder machten es sich auf den Stiegen bequem. Unter ihnen befand sich Sepp Forcher, der ein großer Kirchner-Kenner und Bewunderer seiner Werke ist. Forcher war selbst öfters in der Schweiz, in Davos, wo Kirchner lange lebte, kennt einige der Originalschauplätze der Kunstwerke und hat noch Leute getroffen, die Kirchner kannten.

MdM Direktor Toni Stooss hat viel Herzblut in die Ausstellung des Expressionisten (1880 bis 1938) gesteckt. Es ist die erste Museumsretrospektive in Österreich. Zusammen mit dem Schweizer Kirchner Experten Lucius Grisebach hat er die Schau zusammengestellt und Spitzenwerke des Künstlers auf den Mönchsberg geholt (aus ganz Europa und den USA).
Zur Eröffnung haben neben Toni Stooss und Lucius Grisebach auch der deutsche Botschafter S.E. Hans Henning Blomeyer-Bartenstein sowie Landeshauptmann Stv. Wilfried Haslauer Grußworte gesprochen.
Ernst Ludwig Kirchner zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus, er gehört zu den Gründungsmitgliedern der berühmten deutschen Künstlergruppe „Brücke“.

In der Ausstellung, die bis 14. Februar läuft, sind Schlüsselwerke zu sehen wie die „Stafelalp bei Mondschein“ aus dem Jahr 1919, sowie die bislang kaum gezeigten Bilder von seinen div. Sommeraufenthalten auf der Ostseeinsel Fehmarn.
Es sind auch Bilder aus Privatsammlungen zu sehen, wie die „Badenden zwischen Steinen“, die noch nie in Österreich präsentiert wurden.

[lex]