Atemlos in den Kavernen


 
Nicht wirklich wissend was uns erwarten würde, waren wir – in der Besetzung von Günter und Alexa – gestern Abend auf dem Weg in die Kavernen 1595 der Gstättengasse zur Eröffnungsparty der Erotik-Boutique „atemlos“. Fotos und Text galt es zu produzieren. Ein ganz normaler Arbeitsabend also. Dachten wir uns.

Was uns erwartete, war ein riesiges, mit Plüsch und Daunen ausgestattetes Doppelbett mitten im Raum und ein in rot-gelbes Licht getauchtes Ambiente rundherum. Als wenig später die „atemlos“-Inhaberin Sabine Ehrenberger mit zwei niedlichen Plastikenten grinsend vor uns stand, dachten wir uns noch nicht viel dabei. Dass diesen niedlichen Dingern aber eine Vibrations-Funktion eingebaut wurde, gab dann allerdings genügend Gesprächsstoff und ließ Raum für Spekulation. Beschwingt war die Stimmung – von Anfang an.
Dass keine einschlägigen Erotik-Utensilien ausgestellt würden, war uns eigentlich klar. Schließlich sollten die Fotos des Eröffnungs-Abends ihren Weg in die Salzburger Zeitungen finden. Dennoch: für erotisches Flair wurde ausreichend gesorgt. Zu Beginn gab es das Märchen von Dornröschen in einer etwas anderen Inszenierung – dazu also das große Doppelbett, indem sich während der ersten Stunde ein Mädchen in Tüll räkelte. Wir hatten uns schon gewundert. Denn diese wurde schlussendlich wachgeküsst von ihrem Prinzen – allerdings von demjenigen, der das richtige Spielzeug aus der Boutique „atemlos“ dabei hatte. Die anderen Prinzen sind bei ihr abgeblitzt.

Versorgt wurden wir alle vorzüglich mit Sekt, Wein und erotischem Fingerfood aus dem Haus Mayer von Schloss Prielau und die „First-Line“ Band heizte mit ihrer Livemusik den Gästen ein. Bei all den optischen, akustischen und kulinarischen Reizen galt es, den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren: Namen, Gesichter, Szenen und gute Fotos von all diesen Komponenten. Auffallend war an diesem Abend, dass besonders viele Frauen mit bereits prallem Babybauch anwesend waren. Überhaupt geizten die Damen nicht mit ihren Reizen – da war Lack und Leder, da waren hohe Pumps und Overknee-Stiefel, es gab tiefe Einblicke und reizvolle Aussichten. Etliche Pärchen waren gekommen und es wurde geschmust, was die das Zeugt hält. Alles an diesem Abend war sehr stil- und geschmackvoll, darin waren wir uns einig. Es war eine anregende Veranstaltung mit sehr femininem Touch in einem wunderschönen Ambiente.

Eine Frage des Abends (derer es auf Zettelchen verteilt viele gab) – die immer wieder für Gesprächsstoff sorgten, war:
Hast du schon jemals weniger als fünf Minuten gebraucht, um nach dem Sex deine Unterwäsche wieder zu finden?
Zumindest an diesem Abend fand sich niemand, der das bejahen konnte.

[lex]